Die Amerikanischen Familien haben fast alle an irgendeiner Küste oder an einem See ein „Summerhouse“ oder „Lakehouse“. Diese gibt es aufgrund der unzähligen Seen und langen Küste auch in Massen und auch Familien wir wir es sind, könnten sich so ein Sommerhaus leisten. Oft gehören diese Häuser aber noch den Großeltern und diese laden dann für den Sommer die komplette Familie ein. So ist ein Zusammenhalt geschaffen und die Kinder treffen sich regelmäßig.
Ganz kurzfristig fanden wir heraus, dass zwei befreundete Familien – eine aus dem Staat New York und eine aus Tuscaloosa im Juli in ihren Ferienhäusern an der Ostküste waren. Die eine Familie hatte uns eingeladen, sie dort zu treffen und die andere bot uns an, zusammen mit ihnen Urlaub zu machen und in ihrem „Zweitsommerhaus“ zu wohnen. Da beide Ferienhäuser nur ca. 3 h auseinander lagen, war dies perfekt und nur wenige Tage vor dem Abflug planten wir die Reise.
Maine
Cape Elizabeth
Zuerst ging es nach Maine. Dieser Staat erinnerte uns aufgrund des Klimas und der Natürlichkeit an Michigan. Gleichzeitig ähnelten die Temperaturen denen in Deutschland und auch der Strand und das Meer konnte man mit der Nordsee vergleichen. Nichtamerikanische Touristen gab es hier keine – nur die Amerikaner selbst machen hier Urlaub. Eine Spezialität war der Lobster – wir aßen allerdings lieber Fisch in den vielen kleinen Fischrestaurants in der Umgebung.
Die Kinder genossen das Meer und schlossen – u. a. dank des Computerspiels Mindcraft – gleich neue Freundschaften.
Uns haben die Tage in Maine sehr gut gefallen. Sie waren sehr entspannend und ein Häuschen direkt am Strand war perfekt. Im Gegensatz zu Alabama oder Florida war aufgrund der kälteren Temperaturen ein ganzer Tag am Strand gut möglich. Am meisten hat uns jedoch darüber gefreut, wie gut sich die Kinder miteinander verstanden und dass ein Wiedersehen mit den Bekannten, die wir seit 16 Jahren kennen, möglich war.
Massachusets
Unser zweites Ziel war New Bedford in Massachusets. Dort wurden wir von einer hübsch restaurierten Fischerstadt überrascht, in der gerade ein großes „Folk Festival“ stattfand. Das Hafenviertel war in Fußgängerzonen abgetrennt, überall boten Stände die ausgefallendsten handwerklichen Produkte an (z. B. Buchrücken in Handtaschen umgearbeitet, Batikkleider, Glocken aller Art und vieles, vieles mehr..). Überall spiele Musik und wir waren mal wieder überrascht davon, wie unterschiedlich die USA doch sind.
Doch in New Bedford gab es noch mehr zu sehen:
„Charles W. Morgan“ – das einzige noch erhaltene hölzerne Walfangschiff in Amerika
Ein Walfangmuseum
Ein „Hands-On-Ocean“-Museum
Valentins Schulfreund trafen wir dann in Marion, einem kleinen, hübschen Urlaubsörtchen südlich von Cape Cod. Hier war es möglich mit dem Rad zum Tante Emma Lädchen zu fahren – kein Vergleich zu Tuscaloosa!
Trotz aller Stauwarnungen machten wir uns am letzten Tag noch auf nach Cape Cod, einem beliebten Urlaubsort.
Dies war unsere erste Reise durch „New England“. Uns gefielen die Naturbelassenheit in Maine und die hübsche, gepflege Urlaubsgegend in Massachusets. Gerne würden wir noch einmal hier herkommen. Vielleicht in 10 Jahren, dann sind die Kinder aus dem Haus und wir sitzen nur noch zu vier mit unseren Bekannten am Strand in Maine….






































































































































































































































































































