Good Bye Tuscaloosa

Wir konnten es kaum glauben, doch am 17.10.14 war es dann so weit:

Wir stiegen mit 12 großen Koffern, Katze und Weihnachtsbaum als Sperrgepäck und 12 Handgepäckstücken in den Shuttle, der uns von Tuscaloosa nach Atlanta brachte. Das Haus war geräumt, von den meisten neu gewonnenen Freunden hatten wir uns verabschiedet und mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge ging die Rückreise also los:

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Es gibt viele Dinge und Menschen, die wir vermissen werden, aber auch einiges, was wir nicht vermissen werden. Zweiteres werden sein:

Pestizide, Herbizide und Hand Sanitizer im täglichen Gebrauch, weite Wege und teure Lebensmittel, fehlende Fußwege und wenig öffentlich nutzbare Natur, wenig Freizeitangebote, z. T. oberflächliche und unechte Freundlichkeit und teilweise unkompetente Antworten mancher Menschen dort, viele Möglichkeiten Geld auszugeben.

Besonders vermissen werden wir: Breite Straßen, überall Platz zum Parken, Poolwetter und den Yacht Club Pool, viel Sonne, Drive Through bei der Bank, die englische Sprache und die Möglichkeit diese anzuwenden,

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einen stressfreien Schulalltag mit freundlichen Lehrern und Kindern an der TA, tolle Reisen, matschfreie Natur und niemals Schuhe putzen müssen, 6 Monate Flip Flops, Shorts und T-Shirt, Non-Stop-Kreativität und tolle Bastelläden, Geburtstagsfeiern bei denen immer die ganze Klasse eingeladen wird, Boy Scouts,

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tolle Läden wie TJMaxx und Hobby Lobby und Barnes&Nobles,

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Gina, John & Nella,

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Sabine und ihre tollen Quilts,

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Brigitte und die Mädels vom Töpfern,

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Haven und Family,

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Calvert,

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unsere tollen Nachbarjungs Blake & Austin

und viele mehr….

„Thank you for having made our life in Tuscaloosa so special!“

Letzte Aktivitäten in und um Tuscaloosa

Ein Highlight während der kurzen Schulzeit von Leander an der TA war sicherlich das Theaterstück, welches von der 3. Klasse aufgeführt wurde: „American Symbols“ war der Titel und Annektoden, Lieder oder Späße über die Amerikanischen Symbole, wie die Freiheitsstatue, Unabhängigkeitserklärung (Leander), das White House, den White Eagle etc. kamen darin vor.

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Toll war, dass die deutschen Kinder so gut integriert waren und man den Eindruck hatte, dass sie schon immer in den Staaten leben.

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Leander konnte die Rollen aller Kinder auswendig uns singt auch noch Wochen später die vorgetragenen Lieder. Für Ihn war dieses erste Theaterstück ein tolles Erlebnis, welches nicht allein bestätigte, wie richtig der Schulwechsel war.

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Nach über zwei Jahren fuhren wir zum ersten Mal zum „Barnyard“ in Tuscaloosa. Dies ist eine Art Erlebnisbauernhof nördlich von Tuscaloosa. Dort können die amerikanischen Kinder endlich mal sehen, wie ein Küken aussieht und woher die Eier kommen. Denn Bauernhöfe, wie bei uns, gibt es dort nicht.

Zu erleben gab es dort tatsächlich allerhand:

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Die süßen „Babyratten“ hätten wir fast mitgenommen….

Auch dass die Kinder wieder in einer Instrumentalgruppe – diesmal an der Schule – mitspielten, sollte erwähnt werden. Ein großer Vorteil in Tuscaloosa ist, dass sämtliche Angebote für Kinder NICHT überlaufen sind und man somit immer einen Platz und einen guten Betreuungsschlüssel bekommt. In dem Musikkreis der Schule waren somit nur 5 Kinder und unsere beiden Streicher werden der Gruppe nach unserer Abreise sicherlich fehlen.

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Mein letzter Besuch beim Lunch der Lower School soll auch noch festgehalten werden: Die Eltern dürfen an der TA ja täglich um 11:20 Uhr zum Lunch vorbei kommen und noch freuen sich die Kinder über diesen Besuch sehr. Im Gegensatz zum Lunch an vielen deutschen Schulen, hat hier jede Klasse ihren „Stammtisch“ und „Stammplatz“ und geht gemeinsam zum Essen und zurück. Das hat sicherlich einen großen Vorteil, da alles geregelt und täglich gleich abläuft. Das das Benehmen der amerikanischen Kinder (vielleicht auch das der Kinder an dieser Schule) sehr gut ist, hatte ich ja schon erwähnt. Weder in der Lower School noch in der Middle School gab es diesbezüglich Probleme. Die Kinder machen während des Lunchs harmlose Fingerspiele oder stellen Scherzfragen. Handys gibt es währen des Schulbetriebs nicht.

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Zum 3. Mal waren wir beim „Native Festival“ in Moundville, einer ehemaligen Indianerstätte eine Stunde südlich von Tuscaloosa. Wie man an den Schulbussen sehen kann, ist dies ein beliebter Ort für Schulausflüge, die sog. „Field Trips“:

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Hier wurden Geschichten erhält und Kinder konnten sich ein Bild davon machen, wie die Indianer früher wohl lebten. Auch wurden viele Souvenirs angeboten, die jedoch, wie so vieles in den USA, in der Regel aus China stammten.

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Besonders fasziniert hat Leander die „Rattle Snake Disk“, die in Moundville gefunden wurde:

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Wir werden all diese vielseitigen Aktivitäten vermissen und sind dankbar dafür, dass wir sie erleben durften.

Das letzte Wochenende…

 

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Wie verbringen wir unser (vorerst) letztes Wochenende in den USA? Das haben wir uns gefragt und wir entschieden uns für einen Kurztrip nach New Orleans. In Richtung Süd-West sind wir von Tuscaloosa aus noch nie aufgebrochen und wollten das noch tun, bevor es so einfach nicht mehr möglich sein wird.

Von Tuscaloosa aus ging es zuerst durch den Staat Mississippi und dann nach Louisiana. Nach vier Stunden erreichten wir unser erstes Ziel, die „Pearl River Swamp Tour“. Swamp Tours scheinen eine der Haupttouristenattraktionen in der Gegend zu sein. Wir hatten jedoch Glück und erwischten einen Anbieter mit nur wenigen Passagieren pro Boot.

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Nun ging es 1,5 Stunden lang durch die Sümpfe von Louisiana und wir bekamen so manche originelle Geschichte zu hören und einiges an Wildlife zu sehen:

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Nach einer Nacht in einer „Bed&Breakfast“-Unterkunft in Pearl River fuhren wir weiter in Richtung Süden nach New Orleans. Dort steuerten wir gleich das „French Quater“ an, ein historisches Viertel im französichen Stil. Dieses unterschied sich sicherlich von den sonstigen amerikanischen Innenstadtvierteln, erinnerte uns aber sehr an enge Mittelmehrstädtchen – gedrängt von Restaurants und Touristenläden. Somit dauerte es nicht lange, bis wir uns einen Endruck verschafft hatten und uns wieder auf nach Tuscaloosa machten.

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Für einen Kurztrip war die Reise geeignet, einen längeren Urlaub würden wir in dieser Gegend jedoch nicht verbringen wollen. Den „typischen Südstaatenflair“, den wir in Mississippi und Louisiana erwarteten, konnten wir zumindest auf unserer Route gar nicht finden. Vielmehr unterschieden sich die Kleinstädte dort nicht von denen, die wir aus anderen Staaten kannten.

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„America’s Moving Adventure“

 

Umzug19Nur kurz soll hier mal wieder dargestellt werden, dass wir nicht nur reisen und uns verknügen, sondern dass es durchaus auch sehr stressige Tage in Tuscaloosa gibt:

Für den 04.10. hatten wir nämlich einen Container in Vance (beim Mercedes-Werk) bestellt. Doch zunächst war zu klären, wie wir unseren kompletten Hausrat dort hinein bekommen. Freunde wollten wir nicht beanspruchen – denn wir werden uns bzgl. Umzug nach Deutschland bei diesen nie revanchieren können, da wir ja nicht mehr hier sein werden. Trotzdem stellte sich die Frage, ob wir diesen Umzug überhaupt alleine bewältigen können. Nach reichlicher Planung beschlossen wir, das Packen im Haus selbst zu übernehmen, aber für das Be- und Entladen, Helfer zu engagieren. Der ganze Ablauf war wie folgt:

Freitag, 03.10.:

– 14 Uhr: Ralph holte bei U-Haul den größten LKW ab, den es dort zu mieten gibt und fuhr diesen eigenhändig zu unserem Haus.

– 15 Uhr: Eine gebuchte 5-köpfige Umzugstruppe traf bei uns ein, die den LKW mit den 62 Umzugskartons und 44 Einzeltsücken belud.

– Ein Umzugshelfer fuhr den beladenen LKW nach Vance, Ralph mit dem Leasingauto nebenher und zeigte  die genaue Verladestelle für den nächsten Tag.

– Die Umzugshelfer fuhren mit ihrem Auto nach Hause und Ralph ebenso.

Samstag, 04.10.:

– Um 8 Uhr trafen wir das Helferteam wieder in Vance beim Container. Der Lkw wurde in einer 20-minütigen Aktion in die Halle gekurft. Sämtliche Gegenstände wurden vom Lkw in den Conainer gebracht. Um 09:30 Uhr war der Spuk vorbei und der Hausrat verladen.

Nun musste noch der GL in den Conainer gefahren werden. Die erste Herausforderung war es, die Batterie zu finden (musste abgeklemmt werden), welche sich im dem voll mit zerbrechlichen Gegenständen beladenen Auto unter dem Beifahrersitz befand!! Die zweite Herausforderung waren die nur 10 cm rechts und links vom Auto im Conatiner und die dritte, dann wieder aus dem Auto herauszukommen, sofern man nicht an der Seereise teilnehmen wollte. Doch wir meisterten – dank der Hilfe von dem sehr geduldigen und erfahrenen Hamburger Hr. Pierold – alles und konnten den fertig gepackten Container noch vor Mittag verabschieden.

– Zuletzt musste noch der leere Lkw wieder zur Mietfirma gebracht werden und damit war das Werk vollbracht!

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Sämtliche Artikel aus Stoff verpackten wir in sog. „Spacebags“ – hier wird mit dem Staubsauger ein Vakuum gezogen und schon spart man Platz!

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62 Kartons und 44 Einzelstücke – alles gut verpackt!

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Unsere „Moving Helper“!!

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Die Containerbeladung in Vance

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Fahrenerlaubnis für LKW’s ab 11 Jahren…?!?

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Die Vorbereitungen waren für diesen Umzug waren wirklich sehr anstrengend und wir waren uns nicht sicher, ob auch alles nach Plan laufen wird. Hier im Süden nehmen es die Menschen mit der Genauiggkeit und Verlässlichkeit manchmal nicht so genau. Daher waren wir wirklich sehr gespannt. Doch wer hätte das gedacht – alles hat super geklappt und wir würden es wieder so machen!