Sommerferien 2014 in Tuscaloosa

Man könnte meinen, dass 11 Wochen Sommerferien zu lang sind, den Kindern die Decke auf den Kopf fällt und die Eltern ans Ende ihrer Kräfte kommen. Doch dem ist in den USA nicht so, denn hier gibt es eine Vielzahl toller Sommercamps. Wie alles Gute hier kosten auch diese Camps eine Menge Geld und wir hätten sicherlich den einen oder anderen Urlaub dafür machen können. Bei den meisten Camps trafen die Kinder jedoch ihre Schulkameraden und außerdem blieben sie so in der Übung mit der englischen Sprache.

Die folgenden Camps haben die Kinder besucht:

Los ging es mit einem exklusiven Lego-Camp an einem naheliegendem College. Flotte Studentinnen leiteten die Kurse. Valentin und ein Schulfreund hatten Glück und waren die einzigen Teilnehmer des Lego Mindstrom Kurses. Sie bauten Roboter und programmierten diese am Computer. Eigentlich war der Kurs für High School students aber die beiden Jungs schafften diesen Kurs locker.

Lego3 Lego1 Lego2

Lego4 Lego5 Lego6

Es folgte ein Basketball-Camp an Valentins Schule:

Basketball2 Basketball1

Zur Abwechselung kam dann ein Mal-Camp (Watercolor) dran und die Kinder zauberten tolle Kunstwerke. Besonders interessant sind die Bilder mit dem amerikanischen „Neighborhood“:

Artcamp1 Artcamp2

Artcamp4 Artcamp3

Anschließend gab es noch mal ein Lego-Camp – diesmal an der Schule – und in der Woche drauf ein Bastel-Camp.

Krafts2 Krafts3 Krafts1

Leider endete das Camp-Angebot an der Schule dann mit einem weiteren Basketball-Camp:

Basketball4 Basketball5

Basketball3 Basketball6

Wir hatten noch ein „String-Camp“ (Streichercamp mit Orchester) geplant, doch dies fiel leider wegen mangelnder Teilnehmer aus. Dafür gab es noch ein „Twilight-Camp“ bei den Boy Scouts. Hier wurde auf jede erdenkliche Weise geschossen – mit „Bohnenschleudern“, Pfeil und Bogen, BB-Guns und Toilettenpapierrollen…

BoyScoutsB BoyScoutsC BoyScoutsA

BoyScoutsD BoyScoutsE BoyScoutsF

BoyScoutsH BoyScoutsG BoyScoutsK

… das war genau das Richtige für Jungs in diesem Alter…

Die Camps dauerten alle nur ca. 3 Stunden. Dies war perfekt, denn so blieb uns genügend Zeit, auch noch zusammen etwas zu unternehmen. So gingen wir gerne mal ins Restaurant,

Zoes

an unseren einmaligen und traumhaft schönen Clubpool,

PrivatePool1 PrivatePool2

feierten diverse Geburtstage..

geb1 geb2

und die Kinder nahmen sogar an einem Schwimmwettbewerb teil. Die Aufregung war groß aber Valentin konnte stolz darauf sein, wie schnell er im Brustschwimmen ist:

Swimmeet3 Swimmeet1

Neben all diesen Aktivitäten gab es noch den gewöhnlichen Musik- und Schwimmunterricht

Swimming2 Swimming1

und jeden Mittwoch einen Lesetest am Computer der Schule. Die Kinder müssen nämlich in jeden Sommerferien verschiedene, altersgerechte Bücher lesen, deren Inhalt dann am PC abgefragt wird (sog. RA-Tests). Es ist unglaublich, dass unsere Kinder nach 2 Jahren USA-Aufenthalt dieselben englischen Bücher lesen wie die amerikanischen Klassenkameraden und die Tests dann mit 100% absolvieren. Darüber freuen wir uns alle sehr.

Erwähnenswert ist noch, dass die Stimmung in all diesen Camps sehr positiv und freundlich war. Wie uns schon zuvor auffiel, sind die amerikanischen Kinder weniger frech – gegenüber Erwachsener und anderer Kinder – und weniger gemein. Auch haben wir in allen Camps einen Platz bekommen. Es gibt hier einfach genügend Angebote im Verhältnis zu den interessierten Kindern.

Der Sommer in Tuscaloosa war bisher trotz der Hitze perfekt und wir werden ihn in bester Erinnerung behalten.

Batik5

Ich habe gebatikt… 😉

Exploring New England

Maine27

Die Amerikanischen Familien haben fast alle an irgendeiner Küste oder an einem See ein „Summerhouse“ oder „Lakehouse“. Diese gibt es aufgrund der unzähligen Seen und langen Küste auch in Massen und auch Familien wir wir es sind, könnten sich so ein Sommerhaus leisten. Oft gehören diese Häuser aber noch den Großeltern und diese laden dann für den Sommer die komplette Familie ein. So ist ein Zusammenhalt geschaffen und die Kinder treffen sich regelmäßig.

Ganz kurzfristig fanden wir heraus, dass zwei befreundete Familien – eine aus dem Staat New York und eine aus Tuscaloosa im Juli in ihren Ferienhäusern an der Ostküste waren. Die eine Familie hatte uns eingeladen, sie dort zu treffen und die andere bot uns an, zusammen mit ihnen Urlaub zu machen und in ihrem „Zweitsommerhaus“ zu wohnen. Da beide Ferienhäuser nur ca. 3 h auseinander lagen, war dies perfekt und nur wenige Tage vor dem Abflug planten wir die Reise.

Maine

Maine34

Cape Elizabeth

Zuerst ging es nach Maine. Dieser Staat erinnerte uns aufgrund des Klimas und der Natürlichkeit an Michigan. Gleichzeitig ähnelten die Temperaturen denen in Deutschland und auch der Strand und das Meer konnte man mit der Nordsee vergleichen. Nichtamerikanische Touristen gab es hier keine – nur die Amerikaner selbst machen hier Urlaub. Eine Spezialität war der Lobster – wir aßen allerdings lieber Fisch in den vielen kleinen Fischrestaurants in der Umgebung.

Maine30 Maine35

Die Kinder genossen das Meer und schlossen – u. a. dank des Computerspiels Mindcraft – gleich neue Freundschaften.

Maine23 Maine22 Maine26

Maine20 Maine8  Maine31

Uns haben die Tage in Maine sehr gut gefallen. Sie waren sehr entspannend und ein Häuschen direkt am Strand war perfekt. Im Gegensatz zu Alabama oder Florida war aufgrund der kälteren Temperaturen ein ganzer Tag am Strand gut möglich. Am meisten hat uns jedoch darüber gefreut, wie gut sich die Kinder miteinander verstanden und dass ein Wiedersehen mit den Bekannten, die wir seit 16 Jahren kennen, möglich war.

Maine18

 Massachusets

Mass1

Unser zweites Ziel war New Bedford in Massachusets. Dort wurden wir von einer hübsch restaurierten Fischerstadt überrascht, in der gerade ein großes „Folk Festival“ stattfand. Das Hafenviertel war in Fußgängerzonen abgetrennt, überall boten Stände die ausgefallendsten handwerklichen Produkte an (z. B. Buchrücken in Handtaschen umgearbeitet, Batikkleider, Glocken aller Art und vieles, vieles mehr..). Überall spiele Musik und wir waren mal wieder überrascht davon, wie unterschiedlich die USA doch sind.

Mass14

Doch in New Bedford gab es noch mehr zu sehen:

MAss12 Mass13 Mass15

„Charles W. Morgan“ – das einzige noch erhaltene hölzerne Walfangschiff in Amerika

Mass6 Mass5

Ein Walfangmuseum

Mass10 MAss11

Ein „Hands-On-Ocean“-Museum

Valentins Schulfreund trafen wir dann in Marion, einem kleinen, hübschen Urlaubsörtchen südlich von Cape Cod. Hier war es möglich mit dem Rad zum Tante Emma Lädchen zu fahren – kein Vergleich zu Tuscaloosa!

Mass3 Mass2

Mass4 Mass8

Trotz aller Stauwarnungen machten wir uns am letzten Tag noch auf nach Cape Cod, einem beliebten Urlaubsort.

Mass9

Mass16 Mass17

Dies war unsere erste Reise durch „New England“. Uns gefielen die Naturbelassenheit in Maine und die hübsche, gepflege Urlaubsgegend in Massachusets. Gerne würden wir noch einmal hier herkommen. Vielleicht in 10 Jahren, dann sind die Kinder aus dem Haus und wir sitzen nur noch zu vier mit unseren Bekannten am Strand in Maine….

Maine28 Maine29