Good Bye Tuscaloosa

Wir konnten es kaum glauben, doch am 17.10.14 war es dann so weit:

Wir stiegen mit 12 großen Koffern, Katze und Weihnachtsbaum als Sperrgepäck und 12 Handgepäckstücken in den Shuttle, der uns von Tuscaloosa nach Atlanta brachte. Das Haus war geräumt, von den meisten neu gewonnenen Freunden hatten wir uns verabschiedet und mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge ging die Rückreise also los:

October45 October46

Es gibt viele Dinge und Menschen, die wir vermissen werden, aber auch einiges, was wir nicht vermissen werden. Zweiteres werden sein:

Pestizide, Herbizide und Hand Sanitizer im täglichen Gebrauch, weite Wege und teure Lebensmittel, fehlende Fußwege und wenig öffentlich nutzbare Natur, wenig Freizeitangebote, z. T. oberflächliche und unechte Freundlichkeit und teilweise unkompetente Antworten mancher Menschen dort, viele Möglichkeiten Geld auszugeben.

Besonders vermissen werden wir: Breite Straßen, überall Platz zum Parken, Poolwetter und den Yacht Club Pool, viel Sonne, Drive Through bei der Bank, die englische Sprache und die Möglichkeit diese anzuwenden,

October26 October25

October27 October42

einen stressfreien Schulalltag mit freundlichen Lehrern und Kindern an der TA, tolle Reisen, matschfreie Natur und niemals Schuhe putzen müssen, 6 Monate Flip Flops, Shorts und T-Shirt, Non-Stop-Kreativität und tolle Bastelläden, Geburtstagsfeiern bei denen immer die ganze Klasse eingeladen wird, Boy Scouts,

October41 October29 October24

tolle Läden wie TJMaxx und Hobby Lobby und Barnes&Nobles,

October23 October36

Gina, John & Nella,

October40

Sabine und ihre tollen Quilts,

October30 October28

Brigitte und die Mädels vom Töpfern,

October34 October31

Haven und Family,

October44

Calvert,

October43

unsere tollen Nachbarjungs Blake & Austin

und viele mehr….

„Thank you for having made our life in Tuscaloosa so special!“

Letzte Aktivitäten in und um Tuscaloosa

Ein Highlight während der kurzen Schulzeit von Leander an der TA war sicherlich das Theaterstück, welches von der 3. Klasse aufgeführt wurde: „American Symbols“ war der Titel und Annektoden, Lieder oder Späße über die Amerikanischen Symbole, wie die Freiheitsstatue, Unabhängigkeitserklärung (Leander), das White House, den White Eagle etc. kamen darin vor.

October5October4 October3

October2 October1

Toll war, dass die deutschen Kinder so gut integriert waren und man den Eindruck hatte, dass sie schon immer in den Staaten leben.

October15

Leander konnte die Rollen aller Kinder auswendig uns singt auch noch Wochen später die vorgetragenen Lieder. Für Ihn war dieses erste Theaterstück ein tolles Erlebnis, welches nicht allein bestätigte, wie richtig der Schulwechsel war.

October9

Nach über zwei Jahren fuhren wir zum ersten Mal zum „Barnyard“ in Tuscaloosa. Dies ist eine Art Erlebnisbauernhof nördlich von Tuscaloosa. Dort können die amerikanischen Kinder endlich mal sehen, wie ein Küken aussieht und woher die Eier kommen. Denn Bauernhöfe, wie bei uns, gibt es dort nicht.

Zu erleben gab es dort tatsächlich allerhand:

October12 October11

October8 October10

Die süßen „Babyratten“ hätten wir fast mitgenommen….

Auch dass die Kinder wieder in einer Instrumentalgruppe – diesmal an der Schule – mitspielten, sollte erwähnt werden. Ein großer Vorteil in Tuscaloosa ist, dass sämtliche Angebote für Kinder NICHT überlaufen sind und man somit immer einen Platz und einen guten Betreuungsschlüssel bekommt. In dem Musikkreis der Schule waren somit nur 5 Kinder und unsere beiden Streicher werden der Gruppe nach unserer Abreise sicherlich fehlen.

October13

Mein letzter Besuch beim Lunch der Lower School soll auch noch festgehalten werden: Die Eltern dürfen an der TA ja täglich um 11:20 Uhr zum Lunch vorbei kommen und noch freuen sich die Kinder über diesen Besuch sehr. Im Gegensatz zum Lunch an vielen deutschen Schulen, hat hier jede Klasse ihren „Stammtisch“ und „Stammplatz“ und geht gemeinsam zum Essen und zurück. Das hat sicherlich einen großen Vorteil, da alles geregelt und täglich gleich abläuft. Das das Benehmen der amerikanischen Kinder (vielleicht auch das der Kinder an dieser Schule) sehr gut ist, hatte ich ja schon erwähnt. Weder in der Lower School noch in der Middle School gab es diesbezüglich Probleme. Die Kinder machen während des Lunchs harmlose Fingerspiele oder stellen Scherzfragen. Handys gibt es währen des Schulbetriebs nicht.

October14

Zum 3. Mal waren wir beim „Native Festival“ in Moundville, einer ehemaligen Indianerstätte eine Stunde südlich von Tuscaloosa. Wie man an den Schulbussen sehen kann, ist dies ein beliebter Ort für Schulausflüge, die sog. „Field Trips“:

October22

October17 October16

Hier wurden Geschichten erhält und Kinder konnten sich ein Bild davon machen, wie die Indianer früher wohl lebten. Auch wurden viele Souvenirs angeboten, die jedoch, wie so vieles in den USA, in der Regel aus China stammten.

October18 October19

Besonders fasziniert hat Leander die „Rattle Snake Disk“, die in Moundville gefunden wurde:

October20 October21

October7 October6

Wir werden all diese vielseitigen Aktivitäten vermissen und sind dankbar dafür, dass wir sie erleben durften.

Das letzte Wochenende…

 

Louisiana18

Wie verbringen wir unser (vorerst) letztes Wochenende in den USA? Das haben wir uns gefragt und wir entschieden uns für einen Kurztrip nach New Orleans. In Richtung Süd-West sind wir von Tuscaloosa aus noch nie aufgebrochen und wollten das noch tun, bevor es so einfach nicht mehr möglich sein wird.

Von Tuscaloosa aus ging es zuerst durch den Staat Mississippi und dann nach Louisiana. Nach vier Stunden erreichten wir unser erstes Ziel, die „Pearl River Swamp Tour“. Swamp Tours scheinen eine der Haupttouristenattraktionen in der Gegend zu sein. Wir hatten jedoch Glück und erwischten einen Anbieter mit nur wenigen Passagieren pro Boot.

Louisiana2

Nun ging es 1,5 Stunden lang durch die Sümpfe von Louisiana und wir bekamen so manche originelle Geschichte zu hören und einiges an Wildlife zu sehen:

Louisiana1 Louisiana3

Louisiana11 Louisiana7 Louisiana9

Louisiana12 Louisiana6 Louisiana8

Louisiana4 Louisiana5 Louisiana10

Nach einer Nacht in einer „Bed&Breakfast“-Unterkunft in Pearl River fuhren wir weiter in Richtung Süden nach New Orleans. Dort steuerten wir gleich das „French Quater“ an, ein historisches Viertel im französichen Stil. Dieses unterschied sich sicherlich von den sonstigen amerikanischen Innenstadtvierteln, erinnerte uns aber sehr an enge Mittelmehrstädtchen – gedrängt von Restaurants und Touristenläden. Somit dauerte es nicht lange, bis wir uns einen Endruck verschafft hatten und uns wieder auf nach Tuscaloosa machten.

Louisiana13 Louisiana15

Louisiana16 Louisiana14

Für einen Kurztrip war die Reise geeignet, einen längeren Urlaub würden wir in dieser Gegend jedoch nicht verbringen wollen. Den „typischen Südstaatenflair“, den wir in Mississippi und Louisiana erwarteten, konnten wir zumindest auf unserer Route gar nicht finden. Vielmehr unterschieden sich die Kleinstädte dort nicht von denen, die wir aus anderen Staaten kannten.

Louisiana17

„America’s Moving Adventure“

 

Umzug19Nur kurz soll hier mal wieder dargestellt werden, dass wir nicht nur reisen und uns verknügen, sondern dass es durchaus auch sehr stressige Tage in Tuscaloosa gibt:

Für den 04.10. hatten wir nämlich einen Container in Vance (beim Mercedes-Werk) bestellt. Doch zunächst war zu klären, wie wir unseren kompletten Hausrat dort hinein bekommen. Freunde wollten wir nicht beanspruchen – denn wir werden uns bzgl. Umzug nach Deutschland bei diesen nie revanchieren können, da wir ja nicht mehr hier sein werden. Trotzdem stellte sich die Frage, ob wir diesen Umzug überhaupt alleine bewältigen können. Nach reichlicher Planung beschlossen wir, das Packen im Haus selbst zu übernehmen, aber für das Be- und Entladen, Helfer zu engagieren. Der ganze Ablauf war wie folgt:

Freitag, 03.10.:

– 14 Uhr: Ralph holte bei U-Haul den größten LKW ab, den es dort zu mieten gibt und fuhr diesen eigenhändig zu unserem Haus.

– 15 Uhr: Eine gebuchte 5-köpfige Umzugstruppe traf bei uns ein, die den LKW mit den 62 Umzugskartons und 44 Einzeltsücken belud.

– Ein Umzugshelfer fuhr den beladenen LKW nach Vance, Ralph mit dem Leasingauto nebenher und zeigte  die genaue Verladestelle für den nächsten Tag.

– Die Umzugshelfer fuhren mit ihrem Auto nach Hause und Ralph ebenso.

Samstag, 04.10.:

– Um 8 Uhr trafen wir das Helferteam wieder in Vance beim Container. Der Lkw wurde in einer 20-minütigen Aktion in die Halle gekurft. Sämtliche Gegenstände wurden vom Lkw in den Conainer gebracht. Um 09:30 Uhr war der Spuk vorbei und der Hausrat verladen.

Nun musste noch der GL in den Conainer gefahren werden. Die erste Herausforderung war es, die Batterie zu finden (musste abgeklemmt werden), welche sich im dem voll mit zerbrechlichen Gegenständen beladenen Auto unter dem Beifahrersitz befand!! Die zweite Herausforderung waren die nur 10 cm rechts und links vom Auto im Conatiner und die dritte, dann wieder aus dem Auto herauszukommen, sofern man nicht an der Seereise teilnehmen wollte. Doch wir meisterten – dank der Hilfe von dem sehr geduldigen und erfahrenen Hamburger Hr. Pierold – alles und konnten den fertig gepackten Container noch vor Mittag verabschieden.

– Zuletzt musste noch der leere Lkw wieder zur Mietfirma gebracht werden und damit war das Werk vollbracht!

Umzug2 Umzug3

Sämtliche Artikel aus Stoff verpackten wir in sog. „Spacebags“ – hier wird mit dem Staubsauger ein Vakuum gezogen und schon spart man Platz!

Umzug4 Umzug6 Umzug5

62 Kartons und 44 Einzelstücke – alles gut verpackt!

Umzug8 Umzug7

Unsere „Moving Helper“!!

Umzug9 Umzug10

Umzug15 Umzug13 Umzug12

Die Containerbeladung in Vance

Umzug16 Umzug11 Umzug14

Umzug18

Fahrenerlaubnis für LKW’s ab 11 Jahren…?!?

Umzug17

Die Vorbereitungen waren für diesen Umzug waren wirklich sehr anstrengend und wir waren uns nicht sicher, ob auch alles nach Plan laufen wird. Hier im Süden nehmen es die Menschen mit der Genauiggkeit und Verlässlichkeit manchmal nicht so genau. Daher waren wir wirklich sehr gespannt. Doch wer hätte das gedacht – alles hat super geklappt und wir würden es wieder so machen!

 

Kurztrip nach Chicago (- the windy city)

Chicago14

Eigentlich sollten wir ja fleißig Kisten füllen und Möbel verpacken, doch stattdessen schnappten wir am vergangenen Freitag unser Handgepäck mit 4 Zahnbürsten und 4 Schlafanzügen und machten uns auf nach Birmingham. Dort bestiegen wir gegen 18 Uhr den Flieger, welcher uns nach 1,5 Stunden Flugzeit in Chicago wieder absetzte. Die Reise kam uns vor wie eine Busfahrt und wir konnten kaum glauben, dass wir so schnell von Alabama nach Chicago, Illinois kamen.

In Chicago angekommen, stellten wir als erstes fest, dass die Temperaturen dort mehr denen in Deutschland ähnelten. Weshalb Chicago auch „the windy city“ heißt, wussten wir nun auch. Jedenfalls konnten wir uns gleich mal darauf einstellen, was uns in 4 Wochen bezüglich der Temperaturen erwarten wird. Unser Hotel war direkt am Chicago River gelegen. Von hier aus konnten wir alles zu Fuß erreichen.

Chicago1 Chicago16

Am nächsten Tag machten wir uns auf zum Navy Pier. Dort gibt es ein riesiges „Children Museum“, in dem wir fast den ganzen Tag verbrachten. Hier waren die Kinder in ihrem Element und kaum zu bremsen:

Chicago2

Als Feuerwehrmänner,

Chicago7 Chicago17 Chicago8

Schmetterlingsfreunde,

Chicago9 Chicago10

Archäologen,

Chicago4 Chicago3

Experimentierer mit Wasser und

Chicago5 Chicago6

Maler.

Hier wurden u. a. Gemälde von der Skyline von Chicago erstellt.

Am Sonntag nahmen wir an einer der legendären Bootsfahrten auf dem Chicago River und Lake Michigan teil. Wir buchten gleich die erste Fahrt des Tages und landeten ausgerechnet inmitten einer Bootsfahrt für Hunde und Herrchen. Da freute sich unser „Hundefan Valentin“ ganz besonders und konnte das Ende der Fahrt kaum erwarten.

Chicago13 Chicago12

Anschließend begaben wir uns entlang der „Magnificent Mile“ zum John Hancock Tower, dem Wahrzeichen von Chicago. Im 94. Stock befindet sich dort die Aussichtsplattform. Da diese zum Glück innen liegt, kann man dort den Blick auf die Stadt in aller Ruhe und ohne zu frieren geniessen.

Chicago19 Chicago18

links: Willis Tower (ehem. Sears Tower), das nun 2.höchste Gebäude der USA

rechts: John Hancock Tower, das Wahrzeichen von Chicago

Chicago15

Chicago war und ist auf jeden Fall eine Reise wert. So einfach wie von Alabama aus werden wir dort jedoch nicht mehr hinreisen können.

Chicago11

Fayette Festival

Festival3 Festival12 Festival11

Einmal dabei sein bei einem der zahlreichen kunstgewerblerischen Märkten in den USA! Das dachten wir uns. Nachdem uns eine befreundete amerikanische Familie fragte, ob wir nicht den Verkaufsstand mit ihnen teilen wollten, waren wir mit von der Partie.

Festival8 Festival9 Festival7

Festival5 Festival4 Festival2

Dies bedeutete, dass wir an einem Samstag früh um halb 7 aufstanden und uns mit selbstgemachten „Leather Wrap Bracelets“ eine Stunde in Richtung Norden, ins tiefste Alabama aufmachten. Fayette war der Ort, an dem das Festival stattfand.

Festival15 Festival13 Festival18

Wir machten an diesem Tag so manche, interessante Erfahrung: Eine davon war zu erleben, wie schwer es doch ist, mit selbstgemachten Dingen wirklich Geld zu verdienen. Viele Verkäufer verbrachten den ganzen Tag an ihrem Stand ohne wirklich etwas zu verkaufen. Sehr interessant war das breite Spektrum an Verkaufsobjekten und die endlose Kreativität der Menschen. Die ausgefallendsten Dinge wurden angeboten: Aus Holz geschnitzte Vögel, „Windchimes“ aus altem Hausrat und Besteck (die oft in den Gruselfilmen ihren Einsatz finden), aufgespießte Teller als Gartendekoration, allerhand Schmuck, z. B. aus Gabeln und Besteckgriffen gefertigt, viele Vogelhäuser, Kleider und sonstige Dekorationsartikel.

Festival14

Auch für das Kinderprogramm war gesorgt. Es gab kostenloses Tonarbeiten und das Batiken von T-Shirts.

Festival19 Festival16 Festival17

Nachdem wir ca. 10 Runden auf dem Festplatz gedreht hatten, kamen wir auch mit den anderen Verkäufern ins Gespräch. Viele hatten eine Geschichte im Bezug auf Deutschland zu erzählen, sprachen selbst Deutsch oder beschenkten uns z. B. mit einem Vogelhaus. Wir hatten das Gefühl, dass die Menschen hier dankbar dafür waren, dass wir die eine oder andere Erinnerung durch die Begegnung in ihnen aufflackern ließen.

Festival22 Festival23 Festival21

Grundsätzliche hatten wir den Eindruck, dass es zum einen sehr arme Menschen beim Festival gab, die darauf angewiesen sind, nur den einen oder anderen Dollar zu verdienen. Andere sehen den Verkauf eher als Zeitvertreib und Hobby an. Auch wenn man nichts verkauft, ist die Teilnahme an einem Festival doch eine nette Beschäftigung. Zum einen rechtfertigt sie das ausgeübte Hobby und zum anderen verbringt man den ganzen Tag im Freien und gesellig zusammen mit anderen Menschen. In Alabama ist das Angebot an Freizeitaktiviäten eben nur eingeschränkt und man muss dankbar sein für jede Abwechslung, die das Leben hier im Süden bietet.

 

Good Bye Santa Rosa Beach…

 SantaRosa20

Wir möchten ja niemanden in Deutschland in Unruhe versetzen, doch ein paar Bilder unseres vergangenen langen Wochenendes in Santa Rosa Beach, Florida, gehören einfach online…

In den USA war Labor Day und somit hatten wir einen freien Tag mehr und fuhren mal wieder in 5 Stunden nach Florida. Auf der Fahrt dorthin gibt es nicht viel zu sehen. Wir machten wieder den obligatorischen Stop beim Family Restaurant „It don’t matter“ im Niemandsland von Alabama. Dort scheint dann jedoch immer die komplette Landbevölkerung versammelt zu sein und wir fühlen uns schon richtig zu Hause…

SantaRosa21

In Santa Rosa Beach angekommen, waren wir wieder von der Schönheit des Strandes und der dort vorgeschriebenen Architektur überwältigt. Wider Erwarten waren unser Ferienresort und die Strände menschenleer. Das Meer war dieses Mal so warm wie noch nie und wir konnten uns stundenlang darin aufhalten. Der Stil der Häuser am Ort ist vorgeschrieben und gefällt uns sehr. Nebenbei haben wir ein „Open Haus“ besichtigt, das für 2.200.000 Dollar zum Verkauf angeboten war. Auch wenn dies nicht ganz unsere Größenordnung ist, hoffen wir, ein paar gestalterische Anregungen mit nach Deutschland bringen zu können.

 SantaRosa10 SantaRosa12 SantaRosa28

SantaRosa6 SantaRosa4 SantaRosa19

SantaRosa8 SantaRosa7 SantaRosa17

Der zur Ferienhausanlage gehörende Clubpool….

SantaRosa26 SantaRosa23 SantaRosa2

Die vielen menschenleeren Möglichkeiten hier, bei warmer Luft und warmem Wasser zu schwimmen werden wir ganz bestimmt vermissen. Wir sind zu richtigen Wasserratten geworden!!

SantaRosa27

 

Back to School in Tuscaloosa…

Die Vorbereitungen für den Schulbeginn in Tuscaloosa liefen auf Hochtouren. Über 4 Stunden durchsuchten wir „Super Target“ (Rieseneinkaufsladen) nach den aufgelisteten, für die 5. Klasse benötigten Schulutensilien. Was wir dort nicht fanden, gabs dann bei „Office Depot“ oder bei Walmart. Die Ausgaben endeten im dreistelligen Bereich und wurden leider nicht durch Mercedes erstattet…

TA_5

Da mit der 5. Klasse die „Middle School“ beginnt, fand für Valentin eine kleine Veranstaltung vor dem Schulbeginn statt. Die Kinder bekamen Cookies und Ice Cream und durften Ihre „Locker“ (Schließfächer) beziehen….

TA_1  TA_2

Dies sah bei den Mädchen so aus, dass deren Mütter die Locker (Schließfächer) innen tapezierten und dann dazu passende Accessoirs wie Spiegel und Diskokugeln im Kronleuchterstil an der Decke anbrachten. Die Mini-Disko-Kronleuchter werden denn beim Öffnen des Lockers durch einen Bewegungsmelder angeschalten… So etwas haben wir noch nie gesehen und fragen uns, ob dies in Deutschland auch der Fall ist?!?! (Wir bitten um Kommentare hierzu).

Unsere Arbeit war schnell erledigt: Ein „Spiderman“-Poster an die Wand gehängt und einen Stundenplan plus Foto von uns 4en an die Innenseite der Türe…

TA_3

„Wie geht nur das Zahlenschloss auf?

TA_4

Endlich geschafft!!

TA_8 

„Locker-Decoration“

TA_6

Auch für die „Lower School“ gab es einen Orientierungstag vor Schulbeginn. Hier hatten wir Glück, denn die Schulsachen wurden noch von der Schule bezahlt und von den Lehrern besorgt und alles war bestens vorbereitet. Leander freute sich, dass auch er Bücher, Hefte und Stifte bekam und konnte den Beginn an der für ihn neuen Schule kaum erwarten.

TA_7

Gleich zu Beginn gab es in der Klasse eine Vorstellungsrunde, bei der sich jedes Kind als eine berühmte Person vorstellen musste. Leander kam als Mozart. Der Schulwechsel hatte ihm zum Glück gar keine Schwierigkeiten bereitet. Ein Kind aus der alten Schule hatte mitgewechselt und ein Junge von den Boy Scouts war auch neu in der Klasse.

TA_10

TA_11

So zufrieden wir mit der „Lower School“ der TA sind und waren, die „Middle School“ hat uns jedoch mit ein paar fraglichen Dingen überrascht, von denen wir bisher nichts wussten bzw. verschont waren. Hier ein paar Details dazu:

Die Lehrerin, die in der 5. und 6. Stufe „Literature“ unterrichtet, scheint ein großes Interesse für die Geschehnisse im „3. Reich“ zu haben. Jedenfalls lesen die Kinder (Amerikaner und Deutsche) in der 5. und 6. Klasse fast nur „3.-Reich-Bücher“,  z. B.

– The Number of Stars von Lois Lowry,

– Boy in the Striped Pajamas von John Boyne.

Die Hausaufgaben waren nun gleich zu Schulbeginn, die Hintergründe dazu zu „googeln“. So verbrachten wir das Wochenende damit, Hakenkreuze und Judensterne auszudrucken und die Definitionen zu Konzentrationslager, Adolf Hitler etc. zusammenzustellen. Sicherlich ist dies ein Thema, über welches alle Kinder informiert werden sollten. Die Frage ist jedoch, ob Kinder im Alter von 10 – 11 Jahren nicht zur jung dafür sind. Außerdem gehört diese Thema unserer Meinung nach in den Geschichtsunterrricht und nicht und das Literaturfach. Als kritisch empfinden wir auch, dieses Thema so intensiv an einer Schule in Amerika zu behandeln, an denen sich so viele deutsche Kinder befinden. Ohne eine adequate Vorbereitung können die Geschehnisse falsch verstanden werden und ein negatives Licht auf die deutschen Kinder werfen. Gar nicht verstehen wir, dass die Klasse im September auf ein Ferienlager fährt, welches sich „American Life Project“ nennt:

PAL_1

Wir haben versucht herauszufinden, worum es dort geht und stießen dank der anderen deutschen Eltern mit älteren Kindern auf eine erschreckende Tatsache. Auf dem Camp soll den Kindern vermittelt werden, was Demokratie bedeutet und was es im Gegenzug dazu heißt, verfolgt und gefangen zu werden. Hierzu findet jedes Mal ein abendliches Spiel im Dunkeln statt. Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt: Die eine Gruppe ist die „Stasi“, welche im Osten Berlins Menschen verfolgt und einsperrt. Hierzu rennt die Stasi mit Holzgewehren durch den Wald und schließt die Opfer in Holzhütten ein, um denen das Gefühl der Gefangenschaft zu vermitteln. Im Hintergrund werden Feuerwerkskörper abgeschossen, um Kanonenschläge zu simulieren. Da die Amerikaner durch die historischen Inhalte verwirrt sind, sind die beiden Gruppen für sie die Nazis und die Juden. Ich habe mit dem Personal des Camps telefoniert und die Aktion wurde mir bestätigt und für eine tolle und pädagogisch wertvolle Sache gehalten. Wir sind geschockt und werden unser Kind dort sicherlich nicht hinschicken. Ich habe die Dame von Project American Life am Telefon gefragt, weshalb nicht Themen wie die Sklaverei in den USA oder der Umgang mit den Indianer im eigenen Land behandelt wird. Das wäre – insbesondere im Süden der USA – doch viel sinnvoller und praxisnäher, doch sie hat meine Frage einfach ignoriert…

Stattdessen wird den Kinder immer wieder vorgehalten wie stolz sie sein können, Amerikaner zu sein und wie toll dieses Land ist. Hier ein paar Gedichte, die die Fünftklässler in diesem Schuljahr lernen:

TA_9

Von den deutschen Eltern hören wir, was für Schwierigkeiten es zwischen den Amerikanischen und Deutschen Kindern in der Mittel- und Oberstufe gibt. Diese werden immer gravierender und in der derzeit 7. Klasse sprechen die Amerikanischen Kindern nicht mehr mit den deutschen. .. Ich wundere mich nicht darüber. Natürlich haben deutsche Eltern dies mit der Schulleitung diskutiert. Das Ergebnis war dies, dass die deutschen Kinder diese Bücher nicht lesen müssen, die Amerikaner aber weiterhin schon….

Zum Glück sind unsere Kinder noch nicht von diesen Schwierigkeiten betroffen und wir werden rechtzeitig abreisen. Valentin hat in der Zwischenzeit mehr Kontakt zu den amerikanischen Jungs als zu den deutschen. Unser Fazit ist jedoch, dass man besser mit Grundschulkindern nach Tuscaloosa reist als mit älteren. Den Besuch der Schule in den höheren Klassen können wir – jedenfalls zur Zeit – nicht empfehlen.

TA_13 TA_12

To the moon and back – Besuch beim NASA Space Center

Space8

Nicht nur, um die M-Klasse und andere Fahrzeugtypen von Mercedes zu bauen, fliegen die Amerikaner Deutsche ein. Auch schon im Jahre 1945 kam – zusammen mit 600 weiteren Deutschen – der Wissenschaftler Dr. Wernher von Braun in die USA und später nach Huntsville, Alabama, um dort das NASA Space and Rocket Center aufzubauen. Dies ist auch heute noch eine der Hauptattraktionen von Alabama und die Menschen hier sind sehr stolz darauf. In diesem Space Center wurden u. a. Raketen entwickelt, der erste U.S. Satellit ins Weltall und die ersten Menschen auf den Mond geschickt. 1970 öffnete das Center seine Tore für Touristen. Die Hauptattraktionen sind:

  • National Historic Landmark Saturn V Moon Rocket
  • Pathfinder – the world’s only full-stack space shuttle display
  • original Apollo 16 Command Module
  • Skylab Orbital Workshop
  • Apollo 12 Moon Rock
  • first Saturn V rocket prototype

Space9

Space2

Zwei Punkte sind uns aufgefallen:

1) Wohl nicht nur der Mondflug fand im Jahre 1969 statt, sondern auch die Austattung des Museums und die geamte Anlage scheinen aus diesem Jahr zu sein…

2) Auf der Internetseite des Space Centers steht kein Wörtchen davon, dass den Deutschen Wissenschaftlern diese Erkundungen und Entwicklungen zu verdanken sind. Die Herkunft und Nationalität dieser Herren haben die Amerikaner einfach unter den Tisch fallen lassen…

Space7 Space4 Space5

Space6

Space3

Sommerferien 2014 in Tuscaloosa

Man könnte meinen, dass 11 Wochen Sommerferien zu lang sind, den Kindern die Decke auf den Kopf fällt und die Eltern ans Ende ihrer Kräfte kommen. Doch dem ist in den USA nicht so, denn hier gibt es eine Vielzahl toller Sommercamps. Wie alles Gute hier kosten auch diese Camps eine Menge Geld und wir hätten sicherlich den einen oder anderen Urlaub dafür machen können. Bei den meisten Camps trafen die Kinder jedoch ihre Schulkameraden und außerdem blieben sie so in der Übung mit der englischen Sprache.

Die folgenden Camps haben die Kinder besucht:

Los ging es mit einem exklusiven Lego-Camp an einem naheliegendem College. Flotte Studentinnen leiteten die Kurse. Valentin und ein Schulfreund hatten Glück und waren die einzigen Teilnehmer des Lego Mindstrom Kurses. Sie bauten Roboter und programmierten diese am Computer. Eigentlich war der Kurs für High School students aber die beiden Jungs schafften diesen Kurs locker.

Lego3 Lego1 Lego2

Lego4 Lego5 Lego6

Es folgte ein Basketball-Camp an Valentins Schule:

Basketball2 Basketball1

Zur Abwechselung kam dann ein Mal-Camp (Watercolor) dran und die Kinder zauberten tolle Kunstwerke. Besonders interessant sind die Bilder mit dem amerikanischen „Neighborhood“:

Artcamp1 Artcamp2

Artcamp4 Artcamp3

Anschließend gab es noch mal ein Lego-Camp – diesmal an der Schule – und in der Woche drauf ein Bastel-Camp.

Krafts2 Krafts3 Krafts1

Leider endete das Camp-Angebot an der Schule dann mit einem weiteren Basketball-Camp:

Basketball4 Basketball5

Basketball3 Basketball6

Wir hatten noch ein „String-Camp“ (Streichercamp mit Orchester) geplant, doch dies fiel leider wegen mangelnder Teilnehmer aus. Dafür gab es noch ein „Twilight-Camp“ bei den Boy Scouts. Hier wurde auf jede erdenkliche Weise geschossen – mit „Bohnenschleudern“, Pfeil und Bogen, BB-Guns und Toilettenpapierrollen…

BoyScoutsB BoyScoutsC BoyScoutsA

BoyScoutsD BoyScoutsE BoyScoutsF

BoyScoutsH BoyScoutsG BoyScoutsK

… das war genau das Richtige für Jungs in diesem Alter…

Die Camps dauerten alle nur ca. 3 Stunden. Dies war perfekt, denn so blieb uns genügend Zeit, auch noch zusammen etwas zu unternehmen. So gingen wir gerne mal ins Restaurant,

Zoes

an unseren einmaligen und traumhaft schönen Clubpool,

PrivatePool1 PrivatePool2

feierten diverse Geburtstage..

geb1 geb2

und die Kinder nahmen sogar an einem Schwimmwettbewerb teil. Die Aufregung war groß aber Valentin konnte stolz darauf sein, wie schnell er im Brustschwimmen ist:

Swimmeet3 Swimmeet1

Neben all diesen Aktivitäten gab es noch den gewöhnlichen Musik- und Schwimmunterricht

Swimming2 Swimming1

und jeden Mittwoch einen Lesetest am Computer der Schule. Die Kinder müssen nämlich in jeden Sommerferien verschiedene, altersgerechte Bücher lesen, deren Inhalt dann am PC abgefragt wird (sog. RA-Tests). Es ist unglaublich, dass unsere Kinder nach 2 Jahren USA-Aufenthalt dieselben englischen Bücher lesen wie die amerikanischen Klassenkameraden und die Tests dann mit 100% absolvieren. Darüber freuen wir uns alle sehr.

Erwähnenswert ist noch, dass die Stimmung in all diesen Camps sehr positiv und freundlich war. Wie uns schon zuvor auffiel, sind die amerikanischen Kinder weniger frech – gegenüber Erwachsener und anderer Kinder – und weniger gemein. Auch haben wir in allen Camps einen Platz bekommen. Es gibt hier einfach genügend Angebote im Verhältnis zu den interessierten Kindern.

Der Sommer in Tuscaloosa war bisher trotz der Hitze perfekt und wir werden ihn in bester Erinnerung behalten.

Batik5

Ich habe gebatikt… 😉