Fayette Festival

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Einmal dabei sein bei einem der zahlreichen kunstgewerblerischen Märkten in den USA! Das dachten wir uns. Nachdem uns eine befreundete amerikanische Familie fragte, ob wir nicht den Verkaufsstand mit ihnen teilen wollten, waren wir mit von der Partie.

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Dies bedeutete, dass wir an einem Samstag früh um halb 7 aufstanden und uns mit selbstgemachten „Leather Wrap Bracelets“ eine Stunde in Richtung Norden, ins tiefste Alabama aufmachten. Fayette war der Ort, an dem das Festival stattfand.

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Wir machten an diesem Tag so manche, interessante Erfahrung: Eine davon war zu erleben, wie schwer es doch ist, mit selbstgemachten Dingen wirklich Geld zu verdienen. Viele Verkäufer verbrachten den ganzen Tag an ihrem Stand ohne wirklich etwas zu verkaufen. Sehr interessant war das breite Spektrum an Verkaufsobjekten und die endlose Kreativität der Menschen. Die ausgefallendsten Dinge wurden angeboten: Aus Holz geschnitzte Vögel, „Windchimes“ aus altem Hausrat und Besteck (die oft in den Gruselfilmen ihren Einsatz finden), aufgespießte Teller als Gartendekoration, allerhand Schmuck, z. B. aus Gabeln und Besteckgriffen gefertigt, viele Vogelhäuser, Kleider und sonstige Dekorationsartikel.

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Auch für das Kinderprogramm war gesorgt. Es gab kostenloses Tonarbeiten und das Batiken von T-Shirts.

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Nachdem wir ca. 10 Runden auf dem Festplatz gedreht hatten, kamen wir auch mit den anderen Verkäufern ins Gespräch. Viele hatten eine Geschichte im Bezug auf Deutschland zu erzählen, sprachen selbst Deutsch oder beschenkten uns z. B. mit einem Vogelhaus. Wir hatten das Gefühl, dass die Menschen hier dankbar dafür waren, dass wir die eine oder andere Erinnerung durch die Begegnung in ihnen aufflackern ließen.

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Grundsätzliche hatten wir den Eindruck, dass es zum einen sehr arme Menschen beim Festival gab, die darauf angewiesen sind, nur den einen oder anderen Dollar zu verdienen. Andere sehen den Verkauf eher als Zeitvertreib und Hobby an. Auch wenn man nichts verkauft, ist die Teilnahme an einem Festival doch eine nette Beschäftigung. Zum einen rechtfertigt sie das ausgeübte Hobby und zum anderen verbringt man den ganzen Tag im Freien und gesellig zusammen mit anderen Menschen. In Alabama ist das Angebot an Freizeitaktiviäten eben nur eingeschränkt und man muss dankbar sein für jede Abwechslung, die das Leben hier im Süden bietet.

 

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