Viele spannende Ereignisse im Mai 2014

Chattanooga am Muttertag 2014

Am Muttertag machten wir uns auf nach Chattanooga, einem Städtchen, welches nord-östlich von Tuscaloosa, in Tennesee liegt und in ca. 3,5 h Autofahrt erreicht wird. Wir haben die lange Autofahrt zwar gescheut, doch unter 3 h ist nicht wirklich viel Sehenswertes von Tuscalossa aus erreichbar. Und wer hätte das gedacht – Rock City war seinen Eintritt und die Reise wert. Besonders viel Glück hatten wir damit, dass sich am Muttertag kaum ein Ami dort hin aufmachte und wir das Gelände nahezu für uns alleine hatten.

Chattanooga

„Rock City“ ist eine Landschaft mit zahlreichen Spazierwegen, die durch eindrucksvolle, verzauberte Steingebilde führen.

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Und schon die Namen der Spalten sprachen für sich. Z. B. vor dem sog. „Fat Man Squeeze“ musste ein Amerikaner vor uns doch tatsächlich umkehren. Er hätte nicht hindurchgepasst…. Na zum Glück sind wir davon noch etwas entfernt…

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Am Ende des Geländes gab es eine Art Märchgengarten in den Felsen.

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Das Highlight waren jedoch weniger die ausgestellten Märchen, sonder vielmehr die im floureszierenden Licht abgebildeten Wäschestücke…. Nur gut, dass wir unter uns waren…

Honors Day 4th Grade

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Mit dem Ende der 4. Klasse endet an der Tuscaloosa Academy auch die „Elementry School“ oder Grundschule. Daher gab es eine große Feier, bei der die Schüler für allerlei erdenkliche oder auch nicht erdenkliche Leistungen geehrt wurden. Es gab Urkunden für besonder gute Leistungen, aber auch Urkunden dafür, wenn ein Kind keinen Tag im Schuljahr gefehlt hat, besonders brav war oder bereits seit dem Kindergarten in dieser Schule ist. Aber auch Fleißarbeiten wie z. B. das Lesen von 1 Million Worte im Schuljahr oder aller Harry Potter Bände wurde honoriert. Die Amerikaner sind hierbei besonders kreativ und wissen, wie man auch kleine Dinge groß herauskommen lässt.

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The 4th Grade

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„Silly Faces“

 

NERF – GUN – PARTY

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Das beherrschende Thema in Valentins Klasse sind derzeit die sogenannten „Nerf-Gun-Battles“. Die Kinder treffen sich und schießen mit ihren „Nerf-Guns“ – eben so richtig amerikanisch. Da Valentin und Leander in den Sommer- und Herbst-Ferien Geburtstag haben und auch einmal zu einem Fest einladen wollten und da im Sommer nahezu alle deutschen Familien endgültig nach Deutschland zurück kehren, luden wir kurz vor dem Schulschluß zu einer „Nerf-Gun-Party“ ein. Sicherlich kann man sich vorstellen, was für eine Stimmung dort herrschte: 15 aufgedrehte Jungs und 1 ruhiges braves Mädchen bewafftnet mit diversen Schießgeräten. Wir gaben unser Bestes und den Jungs hat die Party gefallen. Doch vielleicht gibts bei der nächsten Feier eher einen ruhigen Kinobesuch…

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Besonders hat uns gefreut, dass alle Gäste (Schule, Nachbarschaft und Boy Scouts), die uns und den Kindern wichtig waren, gekommen sind und dass uns drei amerikanische Mütter so toll unterstützen. Alleine hätten wir es nicht geschafft!!

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Tornadowarning in Tuscaloosa

Am 28.04. war es ENDLICH so weit: Wir hatten „Tornado-Warning“!

Bereits zwischen 13 und 14 Uhr war Schulschluss. Von da an saßen wir alle zu Hause und warteten und warteten.

Gegen Abend ging es dann tatsächlich los: Ein starkes Gewitter mit heftigem Blitzschlag brach herein und wir verfolgten das Geschehen auf dem Bildschirm. Ab ca. 21 Uhr gingen Warnanrufe von der University of Alabama auf dem Handy und Telefon ein und auch die Tornadosirene in der Neighborhood ertönte… Es wäre möglich gewesen, Unterschlupf in der Bibliothek oder im Fitness-Center der University of Alabama zu suchen, doch nach Eintreten der Warnung war dies zu spät.

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So richtig einschätzen konnten wir das Geschehen nicht. Somit verfrachteten wir alle Habseligkeiten – die Kinder ihr Lego und den Kater – in die am weitesten innenliegende, fensterlose Kammer des Hauses. Dies ist in unserem Fall die Speisekammer. Inwieweit diese tatsächlich Schutz vor einem über das Haus ziehenden Tornado bietet, ist fraglich. Manche Familien haben Shelter aus Beton im Haus oder gemauerte Keller, die einen wirklichen Schutz bieten. Unsere Nachbarn haben nach dem Tornado von 2011 eine Kammer unter den Betonboden der Garage bauen lassen. Im Ernstfall dürfen wir ihnen dort Gesellschaft leisten. Nun, wir zogen die Speisekammen vor. Fahrradhelme sollten den nötigen Schutz vor Flugobjekten bieten.

Ralph verfolgte das Geschehen auf der Terrasse. Nachdem dort außer starken Gewitterwolken nichts zu sehen war, schickten wir die Kinder gegen 22 Uhr wieder ins Bett. Kaum dort angekommen ging erneut die Sirene los und wir erhielten erneut Anrufe, dass sich das Tornadowarning bis 23 Uhr verlängerte („Extended Tornado-Warning“). Also wieder ab in die Speisekammer.

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Nach 23 Uhr war das Unwetter jedoch weiter gezogen und wir konnten endlich den wohlverdienten Schlaf finden. Am nächsten Tag ließen wir und viele andere Familien der Tuscaloosa Academy die Kinder zu Hause und schliefen erst mal aus. An der Capitol School fiel der Unterricht sowieso aus, da zum einen die Schule wegen eines umgeworfenen Baums nicht anzufahren war und zum anderen dieser Baum die oberirdischen Stromleitungen gekappt hatte und die Schule keinen Strom hatte.

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Es geht das Gerücht herum, dass noch nie ein Tornado über den Black Warrier River in den Norden von Tuscaloosa gekommen sei. Vielleicht haben wir Glück und es ist wahr, denn der Hauptschaden wurde wieder im Süden angerichtet…