Mit dem 1. April wurde es hier in Tuscaloosa schlagartig Sommer (der Frühling wurde ausgelassen) und die Zeit der Feste begann mit dem „Druid City Arts Festival„, einem eintägigen Kunstfestival der Studenten mit sehr individuellen Verkaufsständen und Musik:
Auch der Alltag der Kinder war voller Termine:
So gab es das Vorspiel in der Musikgruppe. Valentin war der einzige Bass und hatte so eine gute Gelegenheit, alleine seine Stimme zu halten. Schön war auch, dass beide Kinder zusammen in dem Kreis mitspielen konnten.
Ich wurde in Valentins „deutsche Klasse“ eingeladen, um mit den Kindern Drucke für Ostern und für Geburtstage zu gestalten. Für die 3. Klasse wurde ich auch schon „gebucht“…
Valentins Projekt im englischen Unterricht zur Optimierung eines „Flugobjektes wurde fertig- und ausgestellt:
Auch nach Tuscaloosa kam der Osterhase bei sommerlichen Temperaturen. Sogar der klassische Lindthase – „Made in Germany“ – hat es bis hierher geschafft:
Außerdem gab es die unterschiedlichsten Geburtstage. Wieder waren die Amerikaner sehr großzügig und haben entweder die ganze Klasse eingeladen oder gleich beide unserer Kinder. Die ungewöhnlichsten Feiern möchten wir kurz vorstellen:
Es gab einen MindCraft-Geburtstag: Hier trafen sich die Kinder alle in derselben virtuellen MindCraft-Welt. Das war sicherlich eine sehr ruhige und stressfreie Feier, denn die Kinder waren beim Abgeben und Abholen absolut in ihr Spiel vertieft und überhaupt nicht ansprechbar….
Bei einem besonders spektakulären Geburtstag wurden verschiedene Reptilien vorgeführt, die die Kinder „hautnah“ erleben durften. Dies war ein eindrucksvolles Erlebnis für die meisten Kinder. Das Geburtstagskind selbst war jedoch nicht besonders von der Vorführung beeindruckt und war aus Angst vor den Tieren sofort verschwunden…
Und wir sind schon wieder in unserer Freizeit beim Bogenschießen. Dieses findet für 2 Wochen fast täglich nach der Schule statt. Dieses Mal hat Valentin einen Schulfreund mitgebracht.
Die kleine Katze „Francesca“ hat das Eis gebrochen und unsere Kinder haben sich mit den gleichaltrigen amerikanischen Nachbarskindern befreundet. Deren Vater hat sogar selbst als Kind in Stuttgart gelebt. So ein Zufall. Besonders die beiden Jüngeren sind unzertrennlich und spielen täglich jede freie Minute miteinander.
Auch waren wir wieder sehr aktiv was die künstlerische Seite betrifft:
Leander hat Fliesen bemalt und auf diesen eine kleine Geschichte erstellt:
Leander’s Tile Story
Tile 1: One alien lives in one house only.
Then everything changes into woods.
Tile 2: A Mom dear and a baby dear appear. They are there all the time. The bushes change into a small cave for them.
Tile 3: And then, a golden fleece appears.
Tile 4: Then a boy appears.
Tile 5: Then a house appears.
Tile 6: Then a rocket appears. It doesn’t really look like the woods anymore.
Mein zweiter „Ceramic“-Kurs an der Uni ging zuende. Nachdem ich viel Zeit an der Töpferscheibe verbracht und unzählige Gefäße geschaffen habe…
…entdeckte ich eine neue Leidenschaft: Die Gestaltung von Reliefs oder Fliesen:
Hierbei hat mich das Spiel mit der Glasur fasziniert und die Tatsache, dass ich die Fliesen in Deutschland in unser Bad integrieren kann:
Wir haben festgestellt, dass es doch seine Zeit dauert, in einem Land richtig anzukommen und sich zu Hause zu fühlen. Nun, nach fast zwei Jahren fühlen sich die Kinder sehr wohl hier. Sie haben einen großen Freundeskreis mit gleichermaßen deutschen und amerikanischen Kindern gefunden und wechseln zwischen der deutschen und amerikanischen Sprache hin und her. Beim Spiel miteinander sprechen beide meist englisch…Auch korrigieren sie uns regelmäßig was die englische Aussprache und das Vokabular betreffen… Auch wir haben viele Bekanntschaften mit deutschen und amerikanischen Familien geschlossen. Ein Vorteil ist sicherlich, dass Tuscaloosa eine Kleinstadt ist und man sich immer wieder an den verschiedensten Plätzen begegnet und dieselben Aktivitäten wahrnimmt. Dadurch, dass sich in Tuscaloosa die Universtiy of Alabama befindet, leben und arbeiten viele Familien hier, die aus den verschiedensten Teilen der USA wegen der Uni hergezogen sind. Da diese nicht von hier stammen, sind sie sehr aufgeschlossen und offen. Fast alle unserer Bekannten – männlich als auch weiblich – sind Professoren. Das ist in Deutschland sicherlich die Ausnahme. Wir haben in der Zeit hier gelernt, dass wir die störenden Dinge im „Süden der USA“ nicht ändern können und die weniger angenehmen Plätze einfach vermeiden müssen. So läßt es sich befristet ganz gut leben und wir genießen nun die verbleibende Zeit! Trotzdem ist es sicherlich gut, den Aufenthalt hier nicht allzu sehr in die Länge zu ziehen, denn die Rückkehr nach Deutschland wird mit der Zeit immer schwerer werden.










































