Mai 2013 – ein Monat voller Ereignisse

Im Monat Mai reihte sich ein Ereignis an das andere.

1.) Zuerst fand der „field trip“ von Valentins Klasse statt. Dies ist nicht nur ein Ausflug für die Kindern, sondern auch die Teilnahme der Eltern ist gewünscht – und alle reisen im selben Look. Wir fuhren 3 Stunden nach Huntsville, in das sogenannte „Early Works Children’s History Museum“:

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2) In diesem Monat fanden auch noch recht viele Geburtstagsfeiern statt. In den Schulen hier dürfen Geburtstagseinladungen nur in der Klasse verteilt werden, wenn alle Schüler und Lehrer eingeladen werden. Und dies ist recht oft der Fall. Eingeladen werden jedoch nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern und meist auch die Geschwister. Dadurch wird die Feier zu einem riesigen Fest. Dieses findet aus gutem Grund nicht bei den Familien zu Hause statt, sondern in gebuchten Einrichtungen, wie Museen, Sporteinrichtungen, Kunstveranstaltungen etc.. Das nette dabei ist, daß man hier die beste Gelegenheit hat, die Eltern der Klassenkameraden kennenzulernen. Allerdings fragen wir uns, ob die Kinder mit der Masse an Geschenken nicht leicht überfordert sind. Und der gebuchte Zeitraum wird mit keiner Minute überzogen. Genau nach 2 Stunden ist das Fest vorbei und aufgeräumt und abgebaut wird meist schon davor.

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3.) Abschlußmusizieren

Wie zu jedem Halbjahresende fanden verschiedene Vorspiele statt: Vorspiele in der Musikabteilung der University of Alabama oder dieses Jahr auch in der River Market Hall. Dieses Mal trat auch das Orchester auf, in welchem Valentin mitspielt. Leander traute sich sogar, ganz alleine in der River Market Hall sein Suzuki-Allegro vor den vielen Leuten vorzuspielen.

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4.) Zum Muttertag wählte Leander den größten Ballon des Geschäftes aus. Zu Ralph’s Erleichterung war es auch der günstigste…

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5.) Noch kein Jahr ist vorüber und wir haben bereits den zweiten Besuch aus Stuttgart bekommen: Sandra, Matthi und Max. Wir haben es sehr genossen, mal wieder mit Menschen zu sprechen und Zeit zu verbringen, die wir länger als 9 Monate kennen.

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Die drei waren im Northriver Yacht und Golf Club von Tuscaloosa untergebracht und durften dort die zugehörigen Einrichtungen mit benutzen. Und auch wir kamen in diesen Genuss. Der „outside pool“, welcher direkt über dem Lake Tuscaloosa liegt, hat uns alle begeistert und der Aufenthalt dort versetzte uns in das Gefühl, weit weg von allem zu sein. Unserem Besuch haben wir zu verdanken, dass wir diese Oase entdecken durften. Wir haben beschlossen, dem Club selbst als Mitglieder beizutreten, was in der Zwischenzeit auch schon geschehen ist.

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Wir sind gespannt, ob noch jemand aus Stuttgart oder Umgebung den weiten Weg hierher auf sich nimmt…?!?

6.) Seit einer Woche (Ende Mai) haben wir nun bereits Ferien. Diese dauern hier 11 Wochen lang. Damit den Kindern in dieser Zeit nicht langweilig wird, gibt es ein riesiges Feizeitangebot. Dieses wird an den Schulen, in den Kirchen, Sporteinrichtungen, Museen und einfach überall angeboten. Wir haben uns schließlich für die Zeit, die wir nicht verreist sind, für ein Swimcamp entschieden, welches jeden Morgen um 8 Uhr startet. Die Kinder schlüpfen somit um halb 8 nur in ihre Badehosen, frühstücken im Auto und beginnen den Tag im Freibad. Der Lehrer-/Kinder-Schlüssel ist fast 1:1 und den Kurs dauert 8 Wochen.

SwimCamp2 SwimCamp1 SwimCamp

Im Juli nehmen Valentin und Leander noch an einem Lego- und an einem Sport-Camp teil.

7.) In Tuscaloosa gibt es Fitness-Center wie Sand am Meer. Eines davon wurde ganz neu erbaut und ist – wie vieles – riesig und dabei menschenleer. Neben den üblichen Fitnessgeräten in großer Anzahl gibt es dort auch noch 2 Schwimmbäder und eine Kletterwand. Diese haben wir erstmalig ausprobiert und die Kinder haben eine neue Leidenschaft entdeckt.

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Boy Scouts Olympics …

Übrigens: Durch Anklicken lassen sich die Fotos vergrößern und durchblättern!

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Diesen Samstag verbrachtet wir bei bestem Wetter am Lake Lurleen bei den Boy Scouts Olympics. Die Kinder hatten großen Spaß bei den verschiedenen Spielen. Hierbei ging es auch wirklich nur um den Spaß. Wer der Gewinner war, war letztendlich völlig unwichtig. Und die verschiedenen Spiele waren genau das, was Kindern in diesem Alter Spaß machte. Hier ein paar Eindrücke und Spielideen dazu:

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„Fishing“

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„Tug of war“ – kids versus adults.

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„Nuclear Reactor“: The team must transport an „unstable nuclear reacor“ to a safe site.

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„Can Knockdown“: Each Scout is given a water sprayer and a set of cans, which are set-up an appropriate distance away. The Scouts compete to see which is able to knock over their set of cans the quickest.

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„Spraying the leader“ – always fun!

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„Toilet Paper Dodgeball“: Game played with taped rolls of toilet paper. Each team tries to knock over pins on the other side’s team.

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„Having a break.“

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„Ooblick Relay“: Each team gets a bucked of „ooblick“, which is corn starch mixed with water. It will act like a solid before being held, but once a Scout has it in his hands, it will act more like a liquid. In relay style, each team must transport „ooblick“ from their team’s starting bucket to their bucket at the finish line.

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„Water Balloon Relay“: The team must transport as many water balloons from the start line to the finish line as possible.

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„Shooting the leader with water balloons.“

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„Whip Cream and Bubble Gum Competition“: Without using their hands, Scouts – or daddys – must find a piece of bubble gum in a pile of whip cream. The first Scout to blow a bubble with the gum wins.

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„Soakable Water Bombs“: Chasing each other around with soakable water bombs.

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„Nuke’em“: A teamwork game that is similar to volleyball.

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 … what a day!

 

 

California – wir kommen!

Ende März war der lang ersehnte „Springbreak“ und wir konnten es kaum erwarten, Tuscaloosa mal wieder den Rücken zu kehren. Denn außer Tuscaloosa und Birmingham haben wir seit Januar nichts anderes gesehen…

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Von Atlanta starteten wir also mit Direktflug nach „Orange County“ in Californien. Wir waren überrascht, dass auf den „Domestic Flights“ alles Geld kostete: Jedes Gepäckstück wurde einzeln berechnet sowie Essen im Flugzeug und jeder Film. Nach 5 Stunden Flugzeit kamen wir abends in Laguna Beach an. Unser Quartier, das „Yellow Cottage“ sowie dessen Lage waren wie erwartet und nicht zu übertreffen. Das Häuschen war aus dem Jahre 1920, aber neu renoviert und in 5 Minuten waren wir von dort am Strand, bei „Whole Foods“ oder im Einkaufsviertel mit vielen Boutiquen und Gallerien.

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Wären wir und Mercedes in Laguna Beach oder Umgebung, bestünde die Gefahr, dass wir „lokalisieren“, d. h. nicht wieder nach Deutschland zurück kommen würden – doch das ist ja nicht der Fall…. Denn dieser Ort ist ganz anders als Tuscaloosa. In Laguna Beach gibt es nur kleine, hübsche, individuelle Lädchen und Restaurants. Man kann sich überall zu Fuß bewegen und stundenlang am Strand aufhalten um  Land und Leute zu beobachten. Wir haben es lang nicht mehr so genossen, zu Fuß einkaufen zu gehen. Aufgrund des künstlerischen Flairs der Stadt und der Menschen war jeder Einkaufsbummel schon ein Erlebnis für sich. Aber auch das Umland mit den Einkaufszenten und Neighborhoods ist mit vielen Blumen und Pflanzen einfach überall hübsch gestaltet und eine Freude fürs Auge.

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Eigentlich hätte man Laguna Beach die ganze Woche über nicht verlassen müssen. Dennoch haben wir uns ein paar Ausflüge gegönnt:

Gleich am zweiten Abend waren wir bei Bekannten eingeladen, deren Eltern im Kindesalter mit der Familie aus Berlin in die USA ausgewandert sind. Wir haben diese Familie bereits vor 10 und vor 20 Jahren besucht und konnten nun endlich mal wieder richtig und ehrlich plaudern – allerdings nur auf Englisch!!

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Es folgte ein Ausflug in einen Safari-Park in der Nähe von San Diego, der besonders den Kindern gut gefallen hat.

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Der nächstgelegene National-Park ist der Joshua-Tree-Park. Es war eine lange Fahrt durch steinige Wüsten, um endlich zu den merkwürdig geformten Bäumen zu gelangen.

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Das letzte Erlebnis war ein Tag in den Anlagen des Marriot-Hotels von Newport Beach, welchen wir von der amerikanischen Familie geschenkt bekamen. Diese wollte uns und den Kindern einen Tag am Pool schenken, den wir dann trotz grenzwertiger Temperaturen auch genutzt hatten.

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Leander sagt, daß es in Californien toll war. Besonders hat ihm der die steile Straße in Laguna Beach gefallen, die auf dem Weg vom Einkaufen lag.

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Ein halbes Jahr später…

Nun sind wir schon seit einem guten halben Jahr in Tuscaloosa. Langsam leben wir uns ein und haben doch ein paar Aktivitäten gefunden, die dem Aufenthalt hier einen besonderen Wert verleihen. Trotz dem langen Schulalltag, der in der Regel bis 15 Uhr geht, sind wir auch noch nach der Schule ziemlich beschäftigt. Neben dem Cellounterricht geht Valentin nun in ein Jugendorchester. Außer ihm gibt es nur ein weiteres Cello und der nächste Konzerttermin wurde schon angekündigt. Im nächsten Schuljahr wird Leander mit der Geige dazu stoßen. Wir gehen weiterhin in den Schwimmunterricht. Das Ziel dieses Kurses ist nicht nur das Schwimmenlernen, sondern auch die Vorbereitung und Teilnahme am sogenannten „Nancy Blewitt Swim Team“. Valentin ist inzwischen im Pre-Team angelangt und nachdem er nun „Free-Style“ (Kraulen, mit dem hier begonnen wird) beherrscht, kann er lässig am Brustschwimmkurs teilnehmen – denn das können wir Deutschen ja schon!! Unsere neuste Errungenschaft ist jedoch die Teilnahme an den Aktivitäten der „Boy Scouts of America“. Die Grundschulkinder nennen sich „Cup Scouts“. Hierbei sind die Erstklässler „Tiger Cups“, die Zweitklässer „Wolf Cups“ und die Drittklässler „BBoyScouts1ear Cups“. Unsere beiden Cup Scouts waren von der Mitgliedschaft sofort begeistert und konnten die erste Stunde kaum erwarten. Sie hatte alle Erwartungen erfüllt. Natürlich faszinieren die Uniformen, vielen Aufnäher und Abzeichen und das Buch, welches jede Gruppe gemeinsam erarbeitet. Da unsere Kinder die einzigen deutschen Kinder in ihren speziellen Gruppen sind, kommen sie nun auch nicht drum herum, dort englisch zu sprechen. Und endlich – nach gut einem halben Jahr – sind sie dazu in der Lage. Wir Eltern müssen zwar immer „weggehen“ und „weghören“, wenn es so weit ist, doch ab und zu schnappen wir mal ein paar Sätze auf und freuen uns umso mehr über die Fortschritte. Wir haben die Kinder bereits für ein Boy Scout Camp im Sommer angemeldet. Da ein Erwachsener mit teilnehmen muss und Ralph nicht genug Urlaub hat, habe ich (Susi) mich dazu bereit erklärt, mit von der Partie zu sein. Bei recht sommerlichen Temperaturen und in Gesellschaft von unzähligen Stechmücken werden wir in der „Wildnis von Alabama“ zelten. Meinen Vorschlag, dass Ralph die Nächte dort verbringt (und danach zur Arbeit geht) und ich lediglich die Tage (und mich anschließend im King-Size-Bett ausruhe) hat er dankend abgelehnt… Wir werden im Juni darüber berichten. Die folgenden Fotos zeigen einige der Unternehmungen mit den Boy Scouts in den letzten Wochen: Besuch im Fernsehstudio und bei der Polizei, Teilnahme am „Pinewood Car Derby“ und auf den Spuren des Frühlings…

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Boy Scouts-Besuch beim lokalen Fersehsender, wir waren bei den Nachrichten live dabei!BoyScouts9b

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Auch an den Wochenenden sind wir inzwischen stärker ausgelastet als in Stuttgart. Gleich um die Ecke haben wir eine Gemeinde gefunden. Die Familien sind alle aus der näheren Umgebung und einige der Kinder auch bei den Boy Scouts. Das Angebot für die Kinder ist in den Gemeinden hier einmalig. Eine Art Kinderkirche gibt es für jede Altersstufe separat und darin befinden sich jeweils 10 – 20 Kinder. Auch unter der Woche gibt es Angebote für die Kinder und natürlich sind alle Familien sehr aufgeschlossen und heißen einen herzlich willkommen. Wir haben selten so viele Hände geschüttelt, wie an unserem ersten Besuch dort.

Neben all den Einkaufsstraßen haben wir ein kleines idyllisches Fleckchen Erde mitten in Tuscaloosa entdeckt: Das sogenannte Arboretum der University of Alabama. Hier kann man endlich mal in einem Waldgebiet laufen und unterwegs gibt es einiges zu sehen: Bäche, Tümpel, Treehouse, sog. „Kindergarten“ (Entdeckungsbereich für Kinder) etc.. Meist ist dieses Gebiet menschenleer und es gibt dort sogar Blumen wir Hyazinthen, Veilchen, Stiefmütterchen etc.

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Auch kreative „Expat-Frauen“ kommen in Tuscaloosa auf ihre Kosten (allerdings leider nicht kostenlos…). Mit einer anderen deutschen Mutter habe ich mich in einen Quiltkurs gewagt und das erste Ergebnis lässt sich sehen (siehe Foto unten). Das erste Semester des Kunststudiums nähert sich dem Ende und einige Bilder in Aquarell oder Öl entstanden.

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Insgesamt lässt sich folgendes zusammenfassen: Tuscaloosa bietet lange nicht so viel wie Stuttgart. Doch wenn man lange genug sucht und aufgeschlossen ist, kann man durchaus nette Menschen und bereichernde Angebote finden, die es in dieser Art in Deutschland nicht gibt.

Und zum Schluss noch das Wichtigste: Es ist Mitte März und der Sommer ist in Tuscaloosa eingekehrt. Die Flip-Flops wurden ausgepackt und wir wanderten bei 20 Grad C im Schatten von einem Sommerfest zum anderen (gestern bei den deutschen Expats – es befinden sich derzeit 110 Familien hier -, heute bei einer Gemeinde in einer Scheune am Rand von Tuscaloosa). Die Temperaturen änderten sich schlagartig von Winter (um die 10 °C) auf Sommer. Die Bäume blühen zwar, aber einen Frühling wie in Deutschland gibt es hier nicht. Über die tollen Temperaturen freuen wir uns alle sehr.

Wetter2Wetter1Übrigens: Durch Anklicken lassen sich die Fotos vergrößern und durchblättern!

Happy Valentine’s Day

Der erste Tag, den es für uns und die Kinder im neuen Jahr in den USA zu feiern gab, war der Valentine’s Day. Valentinsday11Und dieser bedeutete viel Arbeit für alle Mütter. Wir wurden nämlich dazu aufgefordert, für jedes Kind der Klasse ein kleines Briefchen mit einer Kleinigkeit dazu an der Schule abzugeben. Dies bedeutete 56 Briefchen und Kleinigkeiten… Zunächst dachte ich an ein kreatives Gestalten von individuellen Kärtchen zusammen mit den Kindern. Valentinsday10Dann griffen wir doch auf ein vorgefertigtes Set mit Karte und Süßigkeit nach amerikanischer Art aus dem Supermarkt zurück. Auch im Supermarkt war der anstehende Valentine’s Day nicht zu übersehen. Der Eingangsbereich wimmelte von Ballons und Artikeln in rot und rosa. Bei der Feier in der Schule waren wir Mütter wieder gefordert. Wir unterstützten das Fest mit allerlei Angeboten. Valentinsday5Ich beschloss, mit den Kindern in der Schule kein vorgefertigtes Set zu basteln, sondern individuelle Drucke anzufertigen. Für viel Geld fanden wir schließlich im Baumarkt die geeigneten Hartschaumplatten. Diese konnten die Kinder ähnlich dem Linoldruck bearbeiten und anschließend drucken. Da die Bilder mit dieser Drucktechnik einfach immer gut aussehen, wurde  jedes Bild ein Erfolg. Zu Hause begutachteten die Kinder glücklich die Berge an Kärtchen und Geschenkchen, die sie von all ihren Klassenkameraden erhalten hatten. Für sie war dies ein spannender und schöner Tag.

 

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Alabama hat uns wieder… und „der Schneesturm“

Nach zwei sehr intensiven Wochen in Deutschland sind wir wieder zurück in Tuscaloosa. Sorry an alle, die wir während unseres Stuttgart-Aufenthaltes nicht sprechen oder treffen konnten. Während der letzten Tage wussten wir oft nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Wenn man für mindestens ein halbes Jahr nicht mehr nach Haus kommt, ist einfach an sehr viel zu denken und die Zeit wurde knapper und knapper. Doch auch von den USA aus kann man telefonieren (mit Skype) oder emailen. Schreibt uns bei Bedarf doch einfach einen Kommentar in den Blog. Wir werden diesen dann nicht veröffentlichen und uns melden.

Nun zu unserem Alltag hier in den USA, der bereits wieder in vollem Gange ist:Schule2 Die Kinder sind weiterhin in der Capitol School und – abgesehen von den langen Schultagen – genießen wir weiterhin die individuelle Betreuung, die zugänglichen Lehrer und den nicht vorhandenen Schulstress… Auch mit dem Englisch scheint es bei den Kindern nun immer besser zu funktionieren.

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Trotz der langen Schultage haben wir nach wie vor auch Nachmittagstermine:

Wir gehen in den Schwimmkurs und zur Cello-/Geigenstunde.  Schwimmen könCellonen die Kinder ja eigentlich schon, allerdings nur „breast stroke“. JennyHier in den USA fängt man mit „freestyle“ an. Dies nun auch noch zu lernen ist kein Fehler.

 

 

 

 

 

 

Und auch in unserer Freizeit gehen wir hier sehr gerne ins Schwimmbad. Dieses liegt zwar am anderen Ende der StadtSchwimmen1, doch es ist meist menschenleer. Schwimmen2Wir haben eine nette amerikanische Mutter mit Kind kennengelernt, die auch nicht arbeitet und mit der wir schwimmen gehen. Das besondere an den Schwimmbädern hier ist, dass sie meist menschenleer sind. Man hat hier die Bahnen oder gar das ganze Schwimmbad für sich alleine. Wir wissen nicht, woran das liegt, doch die Amerikaner scheinen nicht gerne Schwimmen zu gehen – ob in See oder im Schwimmbad.

 

 

 

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Und auch ich bin seit diesem Jahr mit meiner „Spousal Career“ sehr beschäftigt:Art2 Ich habe mich – nach bestandenem TOEFL-Test – an der University of Alabama für ein Kunststudium eingeschrieben: Derzeit mache ich einen Ölmalerei-Kurs mit 6 Stunden pro Woche statt. Der Kurs macht mir großen Spaß und ich fühle mich wie um 20 Jahre zurück versetzt.Art1Art3

Das besondere Ereignis des heutigen Tages war der Schneesturm in Tuscaloosa.Snowstorm4 Snowstorm3 Snowstorm2 Snowstorm1 Dies kommt wohl nur alle paar Jahre vor und die Bewohner dieser Stadt waren deswegen alle sehr aufgeregt. Manche Kinder in Leanders Klasse hatten noch nie zuvor Schnee gesehen. Wegen der fehlenden Fahrerfahrung bzw. fehlenden Winterreifen schlossen die Schulen alle um 14 Uhr und auch die Universität machte um 15 Uhr zu. Somit fielen alle unsere Termine für heute Nachmittag aus. Schade, dass dieses Ereignis schon wieder vorüber zu sein scheint, sonst hätte Ralph morgen auch arbeitsfrei…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Eislaufen bei 20°C (vor Weihnachten)

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Merry Christmas – Frohe Weihnachten

Auf diesem Weg wünschen wir allen Lesern unseres Blogs eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr.

Auch wenn die Menschen hier in Alabama durchaus sehr bemüht sind, es draußen und drinnen weihnachtlich funkeln und glitzern zu lassen, möchte bei uns die Weihnachtsstimmung nicht so recht aufkommen. Tagsüber ist es einfach noch immer zu warm und die Tage unterscheiden sich zu wenig vom vorausgegangenen Herbst. Obwohl fast alle Türen und Briefkästen mit Tannengrün und Kränzen geschmückt sind, handelt es sich ausschließlich um Kunststoffimitate. Um einen echten Adventskranz hatten wir uns noch bemüht, doch das Schmücken scheiterte an fehlenden Kerzenhaltern und geeigneten Kerzen. Als dann bei den Kindern der Wunsch nach einem Baum doch sehr groß war, erlagen wir den hiesigen Verführungen und kauften einen dreiteiligen Kunststofftannenbaum mit bereits installierten Lichtern. Dieser war im Nu zusammengesteckt und wir mussten zugeben, dass er  aussieht wie echt und eigentlich ganz hübsch ist… Der Kauf eines Weihnachtsbaumes könnte sich hiermit für den Rest unseres Lebens erledigt haben… Unsere amerikanische Nachbarin erklärte uns die Tradition der Plastikbäume wie folgt: Die Amerikaner kosten die Feierlichkeiten gerne möglichst lange aus und stellen Bäume gleich nach Thanksgiving auf. Echte Bäume würden bis Weihnachten oder noch länger nicht durchhalten. Daher die Plastikbäume. Dies ist sicherlich eine Erklärung, allerdings stoßen wir hier auf wesentlich mehr unechte Dinge als nur Bäume. Vieles hier dient nur der Dekoration: ob an Haus  (z.B. nicht brauchbare Fensterläden, nicht zu öffnende Schubladen in Bad und Küche) und Mensch (vor allem perfekte weiße Zähne).

Wir haben versucht, die vorweihnachtlichen Eindrücke in ein paar Bildern festzuhalten. Bei dem „Schnee“ auf zwei Bildern handelt es sich allerdings nur um Seifenschaum. Dieser wurde im Rahmen des Festes “Dickens Downtown” in Northport eingesetzt. „Dickens Downtown“ ist ein seit 23 Jahren gefeierter Weihnachtsevent, bei dem Downtown Northport und dessen Bewohner im victorianischen Stil der Zeit bzw. in Anlehnung an die Darstellungen in Charles Dickens Büchern geschmückt sind.

Und zum Jahresabschluß gab es auch wieder zwei musikalische Vorspiele für Valentin und Leander  – diesmal an der University of Alabama.

Zu guter Letzt: Wer hätte das gedacht? Es gibt sogar eine kleine Eisbahn, die über die Weihnachtszeit aufgebaut ist. Wir möchten nicht wissen, wie viel Energie für den Betrieb dieser nötig ist. Doch an das Sparen von Energie denkt hier niemand…

Unser erster Gast

Im November hatten wir eine Woche Thanksgiving-Schulferien. Opa mit EnkelnDiese Gelegenheit nutzte unser Opa aus Stuttgart, um uns zu besuchen. Er kam am 17.11.12 in Birmingham an, was nur eine Autostunde von Tuscaloosa entfernt ist. Nachdem die erste Nacht mit Jetlag gemeistert war, ging das Sightseeing-Programm – sofern es dieses hier gibt…- auch schon los. Auf dem Programm standen

  1. Moundville State Park, Moundvilleeine frühere Indianerstätte mit merkwürdigen Hügeln südlich von Tuscaloosa
  2. Lake Lurleen State Park – wie immer menschenleer – zum Tretbootfahren gut geeignet.
  3. Tannhill State Park mit einem Eisenmuseum.
  4. McWane Center, ein Science Center in Birmingham, in dem viele Experimente gemacht werden können, merkwürdige Phänomene zu erforschen sind und auch Dinosaurier und Wasserwelten ausgestellt sind.

Dies sind so also Hightlights, die innerhalb einer Stunde von Tuscaloos aus zu erreichen sind. Ist man bereit, zwischen 4 – 5 Stunden zu fahren, gelangt man nach Florida an die Küste des Gulf of Mexico, nach Memphis oder New Orleans. Diese Touren haben wir uns jedoch für später aufgehoben.

Moundville

Fortschrittliches Amerika?!

Es gibt immer wieder Situationen, in der wir uns fragen, wie die Amerikaner als erstes zum Mond geflogen sind. Vieles kommt uns weniger fortschrittlich vor, als in Deutschland. Hier ein Beispiel: Ich parkte vor der deutschen Bäckerei, als gerade ein Mann mit gelber Warnweste vorbeikam. Er hatte eine an einem Ende gebogene Stange in der Hand und streifte damit über den linken Hinterreifen von jedem, dort parkendem Auto. In der Bäckerei angelangt, bekomme ich die Lösung des Rätsels präsentiert: Es handelt sich um eine „menschliche Parkuhr“. Das Parken in diesem Bereich ist nur für 2 Stunden erlaubt. Somit markiert die Person den Hinterreifen der Autos mit weißer Kreide. 2 Stunden später wird dann kontrolliert, welche Autos noch immer die Markierung haben und somit die Parkzeit überschritten. Clever, was?!?

Und noch ein paar Beispiele:

Die Temperaturanzeigen an Heizungsanlage, Waschmaschine und Trockner lauten „cold“, „warm“, „warmer“ und „hot“. Was auch immer dies bedeutet, bleibt offen. Auch die Drehzahlanzeige an der Waschmaschine heißt „low“, „medium“, „high“ und „extra high“.

Sämtliche Stromleitungen verlaufen – außer in unserer „gehobenen Neighborhood“ – überirdisch. Dies ist bei den hier häufig vorkommenden Tornados und Thunderstorms – wie man sich denken kann – äußerst unpraktisch.

Online-Banking, wie wir es von Deutschland kenne, gibt es hier nicht, es wird entweder mit Kreditkarte bezahlt oder aber mit Schecks (in Papierform…). Immerhin kann man Schecks online ausstellen und verschicken lassen……

Es gibt keine Mülltrennung bzw. Recycling nur in Ausnahmen! Wir haben verzweifelt versucht, unsere Glassprudelflaschen irgendwo wieder loszuwerden. Dies ist nicht möglich und somit landet alles – Papier, Plastik, Glas – im Normalmüll. Daß dabei an Plastikverpackungen nicht gespart wird, ist nur nebenbei zu erwähnen.

Aber es gibt durchaus auch ein paar sehr praktische Dinge, die wir in Deutschland vermissen werden:

1) Alle Banken haben eine „Drive-Through“-Möglichkeit. Dies ist nicht zu vergleichen mit einem Bankbesuch in der Schwabstrasse in Stuttgart und mit vorausgegangener Parkplatzsuche….

2) Beim Tanken wird direkt an der Zapfsäule bezahlt und somit gibt es keine lange Wartezeiten im Geschäft der Tankstelle (z. B. wenn der Vordermann noch einen Kaffee und ein belegtes Brötchen dazubestellt).

3) An der Kasse der Lebensmittelläden kann man sich Bargeld ausbezahlen lassen. Sämtliche gekaufte Artikel werden dort von einem Mitarbeiter verpackt (entweder in Papier- oder Plastiktüten – kostenlos!) und anschließend bietet er an, diese noch ans Auto zu bringen – und das ganz ohne Trinkgeld.

Cabin am See

Für das Wochenende hatten wir ein sogenanntes „Cabin“, welches allerdings größer war als übliche Einfamilienäuser in Stuttgart, gemietet. Dieses befand sich eine halbe Stunde von uns entfernt, ganz nördlich am Lake Tuscaloosa. Tatsächlich lag dieses Haus sehr abgelegen. Es befand sich jedoch auf dem Grundstück der ebenfalls dort wohnenden Eigentümer. Diese hatten ein Haus direkt am See, einen eigenen Reitplatz, 6 Pferde und eben das Ferienhaus, in dem wir wohnten. Es war interessant für uns zu sehen, wie die gehobeneren Bürger von Tuscaloosa so wohnen – mit Seezugang, Booten, und in diesem Fall Pferden. Allerdings ist der Preis dafür ein relativ weiter Fahrtweg zu einfach allem. Ohne Auto (bzw. Boot) gibt es keine Möglichkeit von dort wegzukommen.

 

Ralphs größtes Ziel des Wochenendes war die Kanufahrt auf dem Lake Tuscaloosa (Ralph: „ein Wochenende am See, ohne jemals auf dem See gewesen zu sein, geht einfach nicht. Ich dachte, die Familie wäre abenteuerlustiger…“). Nachdem es mir allerdings beim wackeligen Einsteigeprozedere stark in den Rücken gefahren war und die Kinder vor Angst, ins Wasser zu fallen, fast umkamen, war dieser Ausflug nach einer kleinen Paddelrunde auf dem See relativ schnell beendet. Allerdings war auch ich nicht gerade scharf darauf, bei diesen kühlen Wassertemperaturen mit zwei Kinder durch einen See voller Wasserpflanzen wieder an Land zu schwimmen… Somit verbrachten wir anschließend die meiste Zeit am Kaminfeuer und machten es uns dort gemütlich. Auch wenn wir  das Wochenende „Natur Pur“ genossen haben, waren wir froh, wieder in unseren Heim in Tuscaloosa anzukommen.