Spätherbst in Tuscaloosa…

Es ist Ende November und nun ist es auch hier in Tuscaloosa Herbst geworden – wer hätte das gedacht! Trotzdem gibt es noch immer viel zu tun: Unzählige Veranstaltungen bieten die Schulen oder Freizeitgruppen an. Wir kommen mit der Teilnahme kaum hinterher und müssen das eine oder andere ausfallen lassen. Über zwei Aktivitäten vom letzten Wochenende möchten wir aber berichten:

shot4Was wäre Amerika ohne seine Waffen? Durch die BoyScouts bekamen die Kinder am Wochenende die Gelegenheit, mit Gewehr und Pfeil und Bogen Bekanntschaft zu machen. Es ging darum, verschiedene Auszeichnungen (sog. Belt Loopes) zu sammeln.

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Hierfür wurden auf dem Gelände der BoyScouts außerhalb von Tuscaloosa einzelne Stände eingerichtet und man konnte Aktivitäten wie Fischen, mit dem Kompass umgehen und eben auch Schießen üben. Besonders hat es Valentin das Schießen mit Pfeil und Bogen angetan. Das würde er gerne vertiefen … wenn wir nur etwas mehr Zeit hätten!!

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Am 14.11.13 organisierte die Deutsche Schule an der Tuscaloosa Academy das St. Martin Fest mit Laternenlauf. Dieses wird in den USA ansonsten nicht gefeiert und auch Laternen sind hier unbekannt (wo sollte man damit auch laufen?!?). Viele Schüler und Eltern haben sich beteiligt, darunter auch Ralph und Valentin:

Ralph begleitete die Sänger mit der Trompete:

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Valentin war der St. Martin. Die deutschen Kinder der 3. Und 4. Klassen führten ein kleines Theaterstück zum Thema vor allen Festbesuchern auf:

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Dies hat die deutschen Kinder wieder ein Stück zusammenwachsen lassen – es ist eine nette kleine Gruppe und Valentin fühlt sich sehr wohl!

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Ach, und fast hätte ich’s vergessen: Wir hatten ja in diesem Monat wieder ein „Geburtstagskind“, welches reich beschenkt wurde…

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Viele Feste – viele Fotos!

Im Oktober reihte sich ein Fest an das andere. Wir möchten kurz darüber berichten (die Bilder zum Vergrößern bitte wie gehabt anklicken!):

1) In der historischen Indianerstätte „Moundville“, eine Stunde südlich von Tuscaloosaa, fand vom 9. – 12. Oktober wieder mal das Moundville Native American Festival statt. (The Moundville site, occupied from around A.D. 1000 until A.D. 1450, is a large settlement of Mississippian culture on the Black Warrior River in central Alabama. Each October, descendants of this vibrant culture return, celebrating the South’s rich Indian heritage at the award winning Moundville Native American Festival. Located at The University of Alabama’s Moundville Archaeological Park, performers, artists, craftspeople and tradition bearers entertain and educate visitors of all ages about the rich culture and heritage that makes Southeastern Indians unique.)

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Leanders Klasse machte einen sogenannten „Field Trip“ dorthin. Besonders begeistert haben Leander die aus Stein gefertigten „Arrow Heads“ (historische Pfeilspitzen), die die Indianer zur Jagd benutzten.

2) Kentuck Art Festival:

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Jedes dritte Wochenende im Oktober findet das „Kentuck Festival of the Arts“ in Northport statt. Die Stimmung dort hat us sehr beeindruckt: Eine Ausstellung künstlerischer Werke (Gemälde, Drucke, Töpferware, Holzarbeiten, Statuen und vieles vieles mehr) reihte sich neben die andere. Besonders gefallen hat uns, dass tatsächlich jeder Stand etwas anderes ausstellte. Unglaublich war die Bandbreite der Ideen und genauso war es mit den Preisen… Doch es machte uns großen Spaß, zusammen mit den neu gewonnen Freunden der TA über das Gelände zu bummeln.

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3) Pumpkin Knight at TA (Tuscaloosa Academy) am 21.10.13: Für uns Deutsche etwas ungewohnt, doch für die Amerikaner absolut üblich, fand dieses große Fest als „Fundraiser“ für die Schule statt. Dieser Abend auf dem Schulgelände war von Halloween geprägt und ähnelte einem deutschen Faschingsfest. Die Kinder und manche Erwachsene kamen verkleidet und es gab allerhand Fahrgeschäfte und andere Aktivitäten für die Kinder.

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Teil dieses Festes war auch ein „Pumpkin“-Wettbewerb und Valentin hat doch tatsächlich einen Preis für seinen selbstgestalteten Kürbis gewonnen!

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Zum Schluß entdeckten wir noch eine „Foto-Booth“, in welche wir unseren Spaß hatten:

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4) Leanders 8. Geburtstag: Schon wieder ist ein Jahr vergangen und Leander feierte bereits sein zweites Geburtstagsfest in den USA. An diesem Tag hatte er aufgrund einer Lehrerkonferenz auch noch schulfrei – was für ein Geschenk!!

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Am Nachmittag hatten wir eine kleine Geburtstagsfeier mit den neuen Bekannten hier, die uns am liebsten sind: Eine Mutter mit gleichaltriger Tochter, die wir ganz zu Anfang beim Schwimmkurs kennengelernt haben und den Freund von Valentins Schule.

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Wir waren eine sehr nette, harmonische kleine Runde und haben von Topfschlagen über Schnitzeljagt, die die „Großen“ für die „Kleinen“ entwarfen, alles gemacht.

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5) Halloween am 31.10.13: Und dann nahte auch schon wieder Halloween. Neu war hier ein Geschäft, welches nur für Halloween öffnete und nun auch schon wieder geschlossen hat. Dieses ähnelte einem Märchengarten in Gruselform. Es konnten viele Knöpfe gedrückt werden und die schrecklichsten Gestalten wurden aktiviert. Die Kinder liebten diesen Laden und wir waren nicht nur einmal dort…

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An Halloween selbst verkleideten sich die Kinder als Ninjas und Leander half bei unseren Bekannten fleißig aus, die kleinen verkleideten Besucher zu bedienen. Natürlich ist er anschließend auch selbst noch losgezogen und machte reiche Beute…

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Zum Absschluß noch ein paar Eindrücke zu unserem Familien-Projekt „Crazy Head Day“, zu welchem uns ebenfalls dieser schauerliche Halloween-Laden animierte:

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Nahezu lückenlos schließt sich nun Thanksgiving an und dann kommt auch schon das Weihnachtsfest. Wir hoffen, davon noch ein paar Eindrück mitzubekommen, bevor wir in den Flieger nach Deutschland steigen.

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Tailgating und Pestizide

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Wir dachten eigentlich, nach einem Jahr Alabama würden wir Land und Leute so gut kennen, um nicht noch weiteren Überraschungen zu begegnen. Doch dem ist nicht so: Erst kürzlich bekamen wir mit, wie der Alltag der Amerikaner hier vom Umgang mit Pestiziden geprägt ist. Der Einsatz von Pestiziden ist für die Menschen hier so normal, wie das tägliche Zähneputzen. Wir konnten kaum glauben, dass der regelmäßige Besuch der „Pest Control“ ganz normal ist. Noch mehr entsetzt hat uns, dass auch beide Schulen einmal im Monat durch Firmen aufgesucht werden, die um die Gebäude und innen drin Pestizide spritzen. Die Kantine wird nicht ausgenommen. Diese Woche saß ich draußen im Kaffee und um mich herum wird das Gebäude mit Pesitziden besprüht. Autos der „Pest Control“ oder noch besser der „Scientific Pest Control“ (was auch immer das heißt) sieht man hier überall. Auf den Rasenflächen ist der Einsatz von Herbiziden und Pesitziden gang und gäbe. Dies erklärt auch die makellos und künstlich aussehenden Rasenflächen in den Vorgärten der Menschen hier (wir hatten uns gefragt, weshalb man nicht Kunstrasen auslegt – man müsste nicht ständig mähen). Es erklärt auch, weshalb wir in unserem Garten keinen einzigen Grashüpfer, Käfer oder keine Schnecke oder Raupe antreffen. Auch wenn wir selbst natürlich keine Chemie im Garten und Haus anwenden, kommen durch das sicherlich stark behandelte Wohngebiet keinerlei Kleintiere bis zu unserem Haus hindurch. Nach einigen Internetrecherchen haben wir herausgefinden, dass der Einsatz von Pestiziden in allen Staaten der USA üblich ist. Für viele Staaten gibt es jedoch gesetzliche Vorschriften oder Regelungen und nur bedingte Einsätze. Für Alabama jedoch sind keinerlei Vorschriften vorhanden und somit wird an den Mittelchen nicht gespart. Unser Entsetzen darüber stößt bei den Amerikanern aber auch bei mancher deutscher Expat-Familie auf Unverständnis. Die Antwort ist einfach „you have to do that“ – ob dies tatsächlich so ist, wird nicht hinterfragt. Auch ob es alternative, „giftfreie“ Möglichkeiten gibt, sich gegen ungewünschte Besucher zu wehren, wird nicht betrachtet. Unsere größte „Pest Control“ war in Deutschland und ist auch hier unser Kater. Auch der Staubsauger hat uns hier so manchen hilfreichen Dienst geleistet. Wir sind jedenfalls sehr entsetzt über den Einsatz von Pestiziden vor allem im Umfeld der Kinder und können das Verhalten der Menschen hier nicht verstehen. Leider bleibt uns nichts anderes üblich, als dies hinzunehmen und zumindest in unserem Privaten Umfeld auf Gifte zu verzichten. Die amerikanische Gesellschaft können wir nicht ändern. Uns ist aber wieder bewußt geworden, wie umwelt- und gesundheitsbewußt in vielen Bereichen in Deutschland gedacht und gehandelt wird. Wir sind dankbar, darüber, dass unser Aufenthalt hier zeitliche befristet ist und dass wir uns dem Einfluß socher Dinge – entgegen der Amerkaner – wieder entziehen können.

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Ein erfreulicheres Erlebnis war die Teilnahme am Tailgating (Tailate = Kofferraum). Es handelt sich hierbei um eine Art Fest, die vor, während und nach dem Footballgame stattfindet. Auch wer sich nicht zu den Footballfans zählt, muss Tailgating mal erlebt haben. Die ganze Innenstadt von Tuscaloosa ist voll mit Zelten, Wohnmobilen und Menschen – alle in weiß / rot, den Farben des Footballteams von Alabama (nur Leander und ich nicht, da wir uns nicht zu den Fans zählen). Beim Talegating sitzt man auf Campingstühlen, ißt und trinkt und feiert.

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Dank des guten Wetters und der warmen Temperaturen hier ist dies die ganze Saison über gut möglich. Wir stellten fest, dass die Amerikaner es gut verstehen, aus jedem Event eine große Sache zu machen, so eben auch mit dem Footballgame. Vielleicht verstehen sie dies besser als wir Deutschen, vielleicht ist es aber auch so, dass das Footballgame zu den wenigen Attraktionen hier gehört und somit zu einem riesigen Event gemacht wird. Jedenfalls hat ist die Familie von Valentins Schulkameraden Teilhaber eines Tailgating Zeltes und wir wurden eingeladen, daran teilzuhaben. Da das Universitätsviertel an solchen Tagen für Autos gesperrt ist, mussten wir auf Fahrräder umsteigen. Wie gut, dass wir nur einige Tage zuvor Unifahrräder für 5 $ im Monat ausgeliehen hatten.

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Das Tailgating-Erlebnis und besonders die dazugehörige Radtour dorthin haben wir sehr genossen.

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Jokes

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„What did Cinderella say when she left the photo store?“

„Someday my prints will come“

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„What did zero say to eight?“

„Your belt is too tight“

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„What starts and ends with ane „e“ and contains just one letter?“

„An envelope“

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„What kind of store wars a cape?“

„A super market“

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Hummingbird / Kolibri in Haus und Garten

Spätsommer 2013 in

A l a b a m a . . .

Man könnte vielleicht den Eindruck bekommen, das Leben hier in den USA besteht nur aus Urlaub. Doch das ist nicht so. Es liegen 3 Monate ohne jegliche Reisen vor uns. Der Alltag ist sehr vollgepackt und die Kinder haben ein umfangreiches Programm:

Die neue Schule, an die Valentin nun geht, dauert von 8 bis 15 Uhr. Es gibt hier weder ein Zuspätkommen (die Türen des Schulgebäudes werden verschlossen), noch ein frühes Abholen. An der TA haben die deutschen Kinder zunächst gemeinsam mit dem amerikanischen Kindern Fächer wie Math, Science, P. E. (Sport), Reading, Writing, Alabama History, Library Time, Music and Art. Für ca. 2 Stunden am Tag werden die deutschen Kinder jedoch aus der Klasse genommen, um in Deutsch unterrichtet zu werden. Dies geschieht nach dem Baden-Württembergischen Lehrplan. In Valentins vierter Klasse sind derzeit 6 deutsche Kinder. Kurz vor 3 Uhr reihen sich vor der Schule die Autos (darunter viele von Mercedes) auf und warten, bis die Kinder das Gebäude verlassen. Somit wird ein Kind nach dem anderen eingeladen und man muss nicht mal aussteigen, um sein Kind von der Schule abzuholen.

Wie in Deutschland gibt es auch hier Hausaufgaben. Und diese sind recht umfangreich. Freitags gibt es immer einen Spellingtest, bei dem englische Vokabeln abgefragt werden. Die Aufgaben sind so vielfältig, dass wir Eltern richtig gefordert sind, um den Überblick zu bewahren.

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Von Montag bis Freitag haben wir jeden Nachmittag mit Freizeitangeboten ausgefüllt. Dies ist zwar viel, doch sind die außerschulischen Angebote hier so gut, dass wir sie einfach mitnehmen möchten. Die Kinder haben wie zuvor ihren Musikunterricht und gehen schwimmen. Valentin ist inzwischen im CTA – Swimteam („Crimson Tide Aquatics“) und trainiert somit 2 – 3 mal in der Woche. Uns Eltern steht in dieser Zeit ein weiterer Pool der University of Alabama zum Schwimmen zur Verfügung. Es vergeht somit kaum ein Tag, an dem wir nicht im Wasser sind.

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Da die Aktivitäten meist erst am frühen Abend stattfinden, können wir Eltern uns aufteilen und jeder übernimmt eines der Kinder.

Zum Ende des Tages hin muss noch gelesen werden. Die gelesenen Seiten müssen exakt für die Schule notiert werden. Zum Glück haben wir eine sehr lustige Serie ausfindig gemacht: „My weird School Collection“. Die Kinder sind kaum zu bremsen und oft wird ein ganzes Buch pro Abend gelesen. Wir sind erstaunt, wie schnell das englische Lesen zur Selbstverständlichkeit wurde, ohne, dass wir es mit den Kindern richtig üben mussten.

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Ich (Susi ) habe mich wieder für Kurse an der Uni eingeschrieben. Diesmal habe ich die Kurse „Ceramics“ und „Environmental Health und Safety“ gewählt.

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Ein Kurs ist zum Vergnügen und einer, um den in Deutschland auf mich wartenden Beruf nicht ganz zu vergessen… Bei dem Töpferkurs ergeben sich viele Gesprächsmöglichkeiten mit den überwiegend männlichen Studenten. Es ist interessant, sich in deren Interessenlage und Lebenssituation zu versetzen. Sie sind gerade mal halb so alt wie ich und könnten meine Kinder sein… Auch haben die Studenten viele Fragen über das Leben in Deutschland. Neulich wurde ich von einem Mitstudenten gefragt, was mir hier in Alabama besonders gut gefällt. Hierzu haben wir uns in der Familie Gedanken gemacht und eine Liste erstellt:

– Die deutsche Kirche hier in Alabama mit deren deutschen Pfarrer Thomas Herwig gefällt uns sehr gut. Nun mussten wir bis nach Alabama reisen, um einen so lebensnahen, lebendigen Gottesdienst zu finden.

– Wir schätzen die bei Daimler und in der Schule übliche Uniform. Dadurch erübrigt sich die morgendliche Frage, was anzuziehen ist und alle sehen gleich aus.

– Die Kleider trocknen hier durch die Klimaanlage über Nacht. Abends aufgehängt, am nächsten Morgen trocken….

– Haare muss man sich nicht föhnen.

– Bei der Bank kann man alles im „Drive Through“ erledigen und muss keine Parkplatz suchen.

– Der Club Pool ist einmalig. Er ist groß, nicht zu kalt und meist ist kaum jemand im Wasser. Einen vergleichbaren Pool haben wir in Deutschland nicht erlebt.

– Die Deutschdiktate an der TA dürfen im Vorfeld geübt werden. Somit kann man sich gezielt vorbereiten und auch mal ein Erfolgserlebnis mit nach Hause nehmen.

– Es gibt sehr humorvolle Kinderbuchserien in Form von kleinen, handlichen Büchern. Diese gibt es für jeden Leselevel. Derart geeignetes und nettes Material zum Lesenlernen gibt es in Deutschland leider nicht.

Es folgte die Frage des Studenten, was mir hier weniger gut gefällt. Natürlich gehören dazu die weiten Fahrwege, doch der schwerwiegendste Punkt ist wohl die z. T. andere Denkweise vieler Menschen hier. Die deutsche Genauigkeit, Logik und Verlässlichkeit fehlt uns oft mehr als wir uns jemals hätten vorstellen können. Z. B. verbrachte ich einenTag dieser Woche von 9 bis 17 Uhr damit, die Hintergründe meiner Uni-Rechnung zu erfahren und verstehen. Anstatt eine klare Antwort zu bekommen, wurde ich immer wieder in unendliche Warteschleifen verbunden und von einer Person zur anderen verbunden. Sprach ich mal nicht auf ein Band, sondern life mit jemandem, hatte diese/r in der Regel keine Ahnung. Das Ergebnis war dann gegen 17 Uhr, dass die Rechnung eben so ist, wie sie ist. Solche Tatsachen muss man hier desöffteren hinnehmen, ohne sie wirklich zu verstehen.

Doch zur Woche gehört natürlich auch das Wochenende. An diesem haben wir „frei“ und gehen auch auf das eine oder andere Fest. Hierzu gehören nach wie vor die Geburtstagsfeiern und Ausflüge in den Yacht Club.

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Geburtstagsfeier beim Kegeln

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Badebuch am wirklich warmen Lake Tuscaloosa

Ein besonderes Erlebnis hatten wir am vergangenen Sonntag: Wir wurden von der Familie des neuen Amerikanischen Freundes von Valentin in ihr „Zweithaus“ am Lake Tuscaloosa und zu einer Bootsfahrt auf dem See eingeladen. Dies war sicherlich ein Erlebnis, da ich wegen der Hitze samt Sonntagskleid baden ging und Valentin auf einer sogenannten „Inner Tube“ über den See gezogen wurde.

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Und zur guter Letzt: Wie sind wir froh, dass unsere Kinder sich beide haben und die vielen Eindrück und Erlebnisse miteinander teilen dürfen:

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Michigan – we are back!

Keine drei Wochen waren vergangen und wir saßen schon wieder im Flugzeug nach Michigan. Wir haben das lange Wochenende über den Feiertag Laborday genutzt und noch zwei Tage drangehängt. Die Kinder aus der Schule herausnehmen ist hier gar kein Problem. Diesmal ging die Reise besonders früh los. Um 5:30 Uhr startete unser Flieger von Birmingham nach Chicago.

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Chicago in den Wolken

Von dort aus ging es in einer Stunde Flugzeit direkt nach Houghton auf der UP (Upper Peninsula of Michigan). Wir hatten dasselbe Cabin gemietet wie zuvor und waren wieder genauso angetan. Valentin zog es sofort an die Feuerstelle und Leander hatte sein ganz persönliches Plätzchen auf dem Schaukelstuhl auf der Veranda gefunden.

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Die Tage vergingen schnell und waren gleichzeitig sehr abwechslungsreich. Die neuste Enddeckung was das Mineralienmuseum der Michigan Technological University. Von den Exponaten waren wir alle beeindruckt: Von Mondstaub bin hin zu fluoreszierendem Gestein war einfach alles zu sehen.

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Leander suchte wieder die Bankangestellte auf, die vor 3 Wochen seine Begeisterung für Münzen geweckt hatte. Wieder hatte sie Münzen für ihn vorrätig, die er noch nicht hatte. Ein weiteres Highlight war das Pflücken von Blaubeeren auf der Blaubeerfarm meines ehemaligen Professors. Nun wissen die Kinder zu genüge, woher die Blaubeeren kommen.

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Ganz besonders haben es Valentin und Leander genossen, ihre neu gewonnenen Freundinnen wieder zu treffen.

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Auf deren Farm hatte sich in der Zwischenzeit einiges getan und ein Alpakababy hatte kurz zuvor das Licht der Welt erblickt.

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Ein Nachmittag am Lake Superior rundete den Aufenthalt ab. Im Gegensatz zum Lake Michigan beeindruckten uns die Einsamkeit und Rauheit der Strände vom Lake Superior, welcher die USA von Canada trennt. Die Strände dort sind Menschenleer und das Wasser ist kalt (ca. 13 Grad C gegen Ende August) und sauber.

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Wieder hat uns diese kleine abgeschiedene Welt mit deren freundlichen, persönlichen Menschen beeindruckt. Der Unterschied zu den sonstigen USA machte sich auch am Abreisetag bemerkbar. Denn an diesem konnten wir freundliche Menschen am Flughafen wirklich gebrauchen:

Der Tag begann damit, dass unser Flugzeug in Richtung Chicago wieder sehr früh – diesmal um 5:45 Uhr – startete. Da uns das Aufstehen um diese Zeit schon schwer genug fiel, waren wir auf dem Weg zum Flughafen (15 Minuten von der Hütte entfernt ) in Eile… Zu dumm, dass Ralph 18 Meilen zu schnell fuhr und somit von einem Polizeiauto angehalten wurde. Dies war das erste Mal seit unserer Ankunft hier, dass wir gestoppt wurden. Der Polizist war zwar freundlich, doch die Warterei und der Zeitverlust kostete uns die ersten Nerven. Endlich am Flughafen angekommen, wollten wir gerade „an Bord“ gehen, als Ralph bemerkte, dass die digitale Kamera fehlte: Sie war wohl noch im Kofferraum des Mietwagens. Dieser war abgestellt und der Schlüssel in der Schlüsselrückgabebox der Mietwagenfirma. Natürlich war um diese Uhrzeit niemand da, um die Box aufzuschließen. Wir rechneten schon damit, ohne Kamera und die vielen wertvollen Bilder auf dem Chip abzureisen, da fand sich eine Flughafenmitarbeiterin mit „kleiner Hand“. Unter Polizeiaufsicht angelte sie einen Schlüssel nach dem anderen aus der Kiste, bis der unsere zum Vorschein kam. Dank dieser Dame ist der Blogeintrag nun mit den entsprechenden Fotos doch möglich!! In Chicago hatte der Anschlussflug Verspätung, was hier jedoch schon zum Alltag gehört. Problematischer war, dass wir in Birmingham unser Auto im Parkhaus nicht mehr fanden. Ralph hatte sich extra notiert, dass es auf dem Parkplatz 302 stand. Doch da parkte nun ein anderes Fahrzeug. War unser Auto etwa gestohlen worden? Da wir derzeit einen Mercedes GL fahren, war dies durchaus denkbar. Nach einiger Zeit der erfolglosen Suche im heißen Parkhaus kam Ralph auf die Idee, den am Schlüssel befindlichen „Panic Button“ zu drücken. Und dann hupte es doch tatsächlich irgendwo im Parkhaus. Nach einigem Suchen war das Auto gefunden und wir mussten feststellen, dass es den Parkplatz 302 auf jedem Stockwerk gibt und wir einfach im falschen waren. Etwas gestresst lieferte wir Ralph bei der Arbeit ab. Zu Hause angekommen, wunderte ich mich über die Wärme und über den feuchten Geruch im Haus: Die Klimaanlage lief nicht. Und mir war bisher nicht klar, was das bedeutet: Nicht nur die Temperaturen stiegen im Laufe des Tages kontinuierlich an, sondern wir konnten auch keine Fenster oder Türen zum Lüften öffnen. Denn dadurch wäre noch mehr Hitze ins Haus gekommen. Der Reparaturdienst war zwar schnell beauftragt, doch da noch 7 Häuser vor uns auf dessen Liste standen, konnten wir nur im schwülen Haus sitzen und auf Abhilfe warten. Die gerade gewonnen Entspannung der vorausgegangenen Tage war im Nu wieder aufgebraucht. Wir waren jedoch froh, dass am Ende alles einen guten Ausgang hatte.

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August 2013 – das zweite Jahr ist angebrochen…

Nun sind wir schon ein ganzes Jahr in Tuscaloosa. Dieses verging wie im Flug und wir haben viel erlebt, aber auch durchgestanden…! Da wir die Vor- und Nachteile des Lebens hier nun kennen, können wir diese jetzt einschätzen, manchem Nachteil aus dem Weg gehen und das Leben hier etwas ruhiger beginnen. Wir freuen uns daher auf das bevorstehende Jahr.

Valentin hat die Schule gewechselt und geht nun auf die Tuscaloosa Academy:

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Das ist die Schule, die neben den Amerikanischen Fächern auch noch Deutsch und andere Fächer nach dem baden-württembergischen Lehrplan anbietet. Aus diesem Grund gehen hier auch fast alle anderen deutschen Kinder zur Schule. Valentin gefällt die Schule sehr gut. Am Freitag hatte er gleich mal „den besten Schultag seines Lebens“: Denn Freitag ist „FUN FRIDAY“. An diesem Tag darf man legere T-Shirts tragen, für 50 cent Eis kaufen und einen Film ansehen. Mittwochs tragen die Kinder eine Schuluniform und auch für die anderen Tage gibt es einen Dresscode. Die Klassen sind mit ca. 10 – 12 Kindern sehr klein. Zwei andere deutsche Kinder sind in Valentins Klasse. Das Mädchen kam erst neu in Tuscaloosa an und Valentin bekam gleich die Aufgabe, ihr alles zu übersetzen. Somit ist er seit dem ersten Tag recht gefordert. Nun kommt  ihm doch zugute, dass er bereits seit einem Jahr in der anderen Schule Englisch gelernt hat und in der TA als Kind anfangen konnte, welches die Sprache bereits beherrscht.

Auch in unserem Garten haben wir eine neue Anschaffung:

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Neben Trampolin und Tischtennisplatte haben wir nun auch ein Volleyballnetz. Wenn die Tage nun auch hier langsam wieder kälter werden, können wir etwas Abwechslung im Garten gut gebrauchen.

Lake1Ein neues Erlebnis hatten die Männer bei einem Abteilungsfest am See:

„The Water Blob“

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Es handelt sich hierbei um ein riesiges aufblasbares Kissen, welches auf der Wasseroberfläche liegt. Eine Person sitzt auf diesem Kissen, während eine andere von einem Turm aus darauf hinunterspringt. Die sitzende Person  wird dadurch in die Luft katapultiert. Die Männer und Jungs hatten Spaß, die Damen haben sich lieber auf der Badeinsel niedergelassen.

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Außerdem trugen Kanus, ein Wassertrampolin etc. zum Spaß und zur nötigen Abkühlung bei. Wir können nicht beklagen, dass wir hier zu wenig im Wasser sind. Allerdings ist dies auch der einzige Weg, die sommerlichen Temperaturen in Alabama auszuhalten.

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erst zwei….

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dann drei….

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„Camp Horne“

 

USA ist nicht gleich USA – oder unsere Reise durch Michgian

Nach 5 eindrucksreichen, intensiven Wochen in Deutschland gingen wir fast lückenlos in unseren wohlverdienten Sommerurlaub über. Michigan war das Ziel. Wir flogen von Birmingham, Alabama in nur zwei  Stunden nach Chicago. Von dort aus ging es per Jeep-Mietwagen nach Saugatuck, eine kleine Künstler- oder Touristenstadt am Lake Michigan. Dort trafen wir Anne, mit der ich (Susi) vor 20 Jahren als Studentin das Büro an der Michigan Technological University teilte.

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Wie es meist mit den „alten Bekannten“ so ist, waren wir so vertraut, als würden wir uns täglich sehen. Auch der Ort Saugatuck war einen Besuch wert: Hübsche „Summer Houses“, unzählige Boutiquen und alles zu Fuß erreich- und erkundbar. Nach einem Besuch am Strand zogen wir am nächsten Tag weiter in die Nähe von Glen Arbor, ebenfalls am Lake Michigan. Hier kamen wir in einem sehr luxuriösen Ferienresort unter, in dem sich die Amerikaner wahrscheinlich den einzigen Urlaub von wenigen Tagen im Jahr gönnen. Mit privatem Strand direkt von der Haustür kamen wir uns vor wie am Meer.

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Lediglich das Wasser unterschied sich: Es war „saltfree“ und wesentlich wärmer als die Nordsee. Wir haben den menschenleeren, sauberen Strand sehr genossen und stellten erneut fest, dass die USA lange nicht überall gleich sind. Die amerikanischen Menschen hier unterschieden sich auffallend von denen in Alabama. Zum einen wurden wir immer wieder nach unserer Herkunft gefragt und kamen so schnell ins Gespräch. Auch die übertriebene aber doch oberflächliche Höflichkeit, die wir aus Alabama gewohnt waren, gab es hier nicht. Vielmehr erinnerte uns das Verhalten der Amerikaner stark an das der Deutschen. Kein Wunder, dass wir uns hier so zu Haus fühlten.

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Nach 5 Nächten im Resort ging die Reise weiter nach „Mackinac Island“. An dieser Stelle stoßen der Lake Michigan und der Eriesee zusammen und „Lower Michigan“ trennt sich von „Upper Michigan“ (oder UP für „Upper Peninsula“). Mackinac Island ist die Touristenattraktion schlechthin. Das war zu viel Tourismus für uns: Das Besondere an dieser Insel ist, dass es dort nur insgesamt 2 Autos gibt: Eine Feuerwehrauto und einen Krankenwagen. Alle andern Besucher und Bürger bewegen sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Pferdekutsche vorwärts. Dies ist gerade für die Amerikaner natürlich sehr ungewohnt. Unser „Rundum-Paket“ umfasste Mieträder, mit dem wir die komplette Insel in einer Stunde umrundeten. So viel Bewegung am Stück tat uns sicherlich gut. Das andere Highlight war eine abendliche Geistertour über die Insel, die die Kinder sich gewünscht hatten. Besonders Leander wich der sog. „Ghost-Huntering“ nicht von der Seite. Trotz der zahlreichen Eindrücke waren wir froh, als wir diese touristische Insel wieder verlassen und uns in Richtung „UP“ aufmachen konnten.

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Die Upper Peninsula  stellte das absolute Gegenteil dar. Unser Zielort „Houghton“ mit der Michigan Technical University ist ca. 7 Stunden von jeder größeren Stadt entfernt.

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Dies merkt man diesem Ort auch an. Es handelt sich um eine sehr friedliche kleine Welt für sich mit viel Natur drum herum. Außer der dort ansässigen Universität hat sich nicht viel angesiedelt. Kettenrestaurants- oder –geschäfte findet man kaum. Dafür bieten die Menschen die lokalen Attraktionen an. Hierzu gehören das dort heimische Kupfer und verschiedene Kupferminen sowie sämtliche für die Region typischen selbst hergestellten Produkte. Vergleichbar mit den Nordeuropäischen Ländern können im Sommer reichlich Beeren geerntet und verarbeitet werden.

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Noch aus meiner Studienzeit haben wir zwei Bekannte getroffen, die noch immer mit Leib und Seele dort oben leben. Auffällig war, dass beide Familien eine Farm und reichlich Land besitzen. Entweder macht diese Gegend die Menschen kreativ, da es sonst nicht viel Abwechslung gibt oder aktive, einfallsreiche Menschen bleiben dort oben hängen, da sie sich hier verwirklichen können. Die eine Familie z. B. kaufte sich eine alte Tankstelle und richtete diese als Bäckerei und Geschäft her, in dem allerlei Backwaren, Strickwaren, selbstgemachte Marmelade und vieles mehr verkauft wird. „Nebenher“ wir an der Uni unterrichtet.

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Die andere Familie kaufte sich – ebenfalls neben der Professorenstelle an der Uni – eine Blaubeerfarm. Verschiedene Tiere dienen der eigenen Versorgung mit Eiern, Fleisch und Wolle.

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In Alabama hatten wir den Eindruck, dass Amerikanische Kinder die meiste Zeit am Computer oder vor dem Fernseher verbringen. Dieser Eindruck wurde in Michigan zu Nichte gemacht. Valentin und Leander hatten sich sofort mit den gleichaltrigen Mädchen der einen Familie angefreundet und waren nicht zu bremsen. Gemeinsam wurden Beeren gesammelt und gegessen, ein Wasserfall durch einen brusthohen Farnwald erkundet, Eier im Hühnerstall gesucht, Lamas gefüttert etc..

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Das ganze hat uns stark an ein Leben wie in Astrid Lindgrens Bullerbü erinnert. Es gibt so ein Leben also tatsächlich auch in den USA, doch man muss bis an das Ende der Staaten fahren, um es zu finden. Noch lange mussten wir uns die Beschwerde unserer Kinder anhören, dass wir diese Familie erst um Mitternacht verlassen haben…

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Großes Glück hatten wir auch mit unserem Ferienhaus. Nach einer lauten Nacht im Ramada-Hotel in Houghton checkten wir dort wieder aus und fanden wie durch ein Wunder eine noch verfügbare Blockhütte „in the middle of no-where“…

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Das dazugehörige Grundstück hatte eine Feuerstelle und schien kein Ende zu nehmen. Dank des guten Wetters waren die Kinder von morgens bis abends draußen. Valentin war sehr damit beschäftigt, das Feuer am brennen zu halten und Leander kam seiner neu entdeckten Leidenschaft nach:

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Dank einer freundlichen Bankangestellten bekam er einen Dollar in Form einer Münze. Dadurch wurde ein neues Hobby erfacht, welches die ganze Familie einnahm: Auf einmal bemerkten wir, dass es von jedem Staat der USA einen eigenen Quater (25 cent) gibt. Auch ander Eindollarmünzen mit eigener Geschichte gibt es (z. B. Sacajawea-Dollar).

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Das größte war jedoch der Mercury-Dime, welcher in der Zeit von 1916 – 1945 geprägt wurde. Er ist aus reinem Silber und kaum mehr im Umlauf. Nachdem Leander verschiedene Banken erfolglos nach diesem Geldstück abgeklappert hatte, war unser Bekannter Bruce so nett und schenkte ihm eines seiner Sammlerstücke. Dieser Dime wird seither in Ehren gehalten. Leander hat ihm sogar ein selbst entworfenes Buch gewidmet.

Der weitere Höhepunkt für die Kinder war der Besuch zwei der Kupferminen, die jedoch beide nicht mehr in Betrieb sind.

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Die eine Mine konnten wir zu Fuß erkunden und in die andere wurden wir hineingefahren. Die Technik und Geschichte beider Minen haben die Kinder nur so aufgesogen. Auch um den Kauf verschiedener Kupferprodukte als Andenken kamen wir nicht herum. Valentin hat bei einem Minenbesuch die Liebe für „Skunks“ (Stinktiere) entdeckt.

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Diese können – sofern sie vom Züchter stammen – als Haustier gehalten werden und scheinen sehr liebenswürdig und anhänglich zu sein. Valentin hat sich schon erkundigt, dass die Haltung dieser Tier in Deutschland auch möglich und erlaubt ist….

Die Länge dieses Beitrags macht deutlich, wie eindrucksvoll die zwei Wochen Michigan waren. Es war sicherlich ein Urlaub, wie ihn nur wenig Deutsche in den USA machen. Wir waren von der Vielfalt der Eindrücke und von der Nähe zur Natur so begeistert, dass wir ein weiteres Mal nach Houghton aufbrechen werden. Und dies bereits in 2,5 Wochen über den Feiertag Laborday. Die Flüge – dieses Mal direkt nach Houghton – sind schon gebucht und unser Cabin ist auch schon reserviert. Auf der Blueberry-Farm haben wir uns schon zum Beerenpflücken angekündigt und das Treffen mit den neu gewonnenen Freundinnen der Kinder ist auch geplant. Wir können es kaum erwarten, dorthin zurück zu kehren.

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Unsere Babys ….

….. sind geschlüpft (Bilder zum Vergrößern bitte anklicken).Voegel1

Seit ca. 4 Wochen können wir unsere Terrasse nicht mehr betreten und das, obwohl wir milde Sommerabende haben, wie es sie nur selten in Deutschland gibt. Auch das Trampolin ist nicht mehr zu benutzen. Der Grund hierfür sind zwei Schwalbeneltern, die äußerst leidenschaftlich zuerst Ihre Eier verteidigten und nun die Jungen. Diese haben ihr Nest genau über unsere Terrassentür gebaut und attakieren uns im Sturzflug begleitet von lautem Gezwitscher, sobald sie uns sichten.

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Entschädigt werden wir mit einem direkten Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf die fünf Kleinen. Inzwischen gehören sie schon zur Familie und wir werden sie trotz allem vermissen, wenn sie in Kürze das Nest verlassen.

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Das Motto für Alabama lautet ja „Alabama the beautiful“… Eine andere deutsche Mutter meinte, dies könnte sich nur auf die Vögel hier beziehen. Nicht umsonst ist der Spitzname für Alabama „The Yellowhammer State“. Der Yellowhammer oder Northern Flicker heißt bei uns Goldspecht.

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Florida ist eine Reise wert…

Santa Rosa Beach (Florida) ist eine Reise wert!

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In 5 Stunden erreicht man von Tuscaloosa aus mit dem Auto den Golf von Mexico. Die Fahrt ist – wie meist in den USA – recht entspannend, da die Straßen in der Regel leer sind und nur geradeaus gehen. Daß die Strände an der Gulf Coast mit dem schneeweißen Sand zu den schönsten Stränden der USA gehören, hatten wir ja schon gehört. Nun wollten wir dies selbst erfahren und nutzten den amerikanischen Feiertag Memorial Day (in Gedenken an die Veteranen) für eine verlängertes Wochenende in Santa Rosa Beach. Und tatsächlich, die Tage dort waren nicht zu übertreffen. Trotz des Feiertags war unsere Anlage menschenleer. Die Wassertemperatur machte das Baden zum Vergnügen und der Strand fiel so langsam ab, dass das Baden für die Kinder relativ ungefährlich war.

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Im Mietpreis inbegriffen war die Nutzung des Pools vom Golfclub und dessen privater Strand. Da der Pool ein Restaurant hatte, mussten wir die Anlage eigentlich gar nicht verlassen. Interessant war, dass wir dort eine amerikanische Familie getroffen hatten und die Frau aus der Nähe von Heilbronn stammte. Vor 24 Jahren hatte sie einen Amerikaner geheiratet und lebte seither am Strand von Florida. Trotz der 4 Grad Celsius, die zu diesem Zeitpunkt in Stuttgart herrschten, hätten sie Deutschland gleich gegen Florida mit 30 Grad eingetauscht. Nur Strand, Sonne, Meer und Pools ein Leben lang scheint doch nicht alles zu sein. Für ein paar Tage oder auch Wochen ist das Leben dort jedoch ein Traum und man kann die Gegend nur weiterempfehlen. Ende August werden wir noch einmal dort sein – vielleicht hat jemand Lust, dazu zu kommen??

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