Endlich Urlaub…

Nachdem wir unseren ursprünglich geplanten Sommerurlaub in Süd-Frankreich aufgrund der Ausreise nach Amerika absagen mussten, holten wir den Urlaub nun in Florida nach. Nach den anstrengenden letzten Monaten hatten wir alle dringend etwas Erholung nötig.

Eigentlich erreicht man die Gulf Coast und Florida innerhalb von 5 Stunden mit dem Auto von Tuscaloosa aus. Unsere Kinder wünschten sich jedoch nichts mehr, als den Harry Potter Park in Orlando aufzusuchen. Somit legten wir die doppelte Strecke zurück und landeten in Holmes Beach, unterhalb der Halbinsel Anna Maria Island. Es handelte sich um eine sehr schmale Landzunge und somit gab es dort auch nur kleine, sehr gepflegte, hübsche Ferienhäuschen. Der Ort war sehr friedlich und außer am Pool oder Strand zu liegen, bzw. zu baden, gab es dort eigentlich nichts zu tun. Und das war auch mal gut so.

Ein Ferienhaus wie dieses hatten wir noch nie. Wir hatten einen palmenbewachsenen Garten mit eigenem Pool mit Wasserfall nur für uns selbst. In die eine Richtung war das Meer nur einige Meter entfernt und in die andere Richtung unser „Standard-Supermarkt“. Auch ein wirklich leckeres deutsches Schnitzelhaus gab es in fußläufiger Entfernung und die Kinder konnten sich endlich mal wieder so richtig satt essen (Schnitzel mit Spätzle und Kartoffelpuffer mit Apfelmus).

Jedenfalls hätten wir den Urlaub komplett „autofrei“ verbringen können, wäre da nicht der Harry Potter Park in Orlando gewesen. Nach 2-stündiger Fahrt kamen wir am Parkgelände und nach einem weiteren längeren Fußmarsch endlich am Harry Potter Park an. Die Szenen des Films, die Tour durch Hogwarts und die nachgebaute Winkelgasse waren zwar eindrucksvoll, das „voll“ kann man jedoch auch auf die Menschenmassen beziehen. Ferienzeit war eigentlich keine, doch wir waren erstaunt, wieviele Erwachsene zu den Harry Potter Fans zählen und den sehr hohen (!!!) Eintrittspreis auf sich nehmen…

Noch voll der Eindrücke des Parkbesuchs folgte am nächsten Tag der 7. Geburtstag von Leander, den wir gemütlich am Ferienort verbrachten. Das Festessen fand im Schnitzelhaus statt. Interessant waren die Online-Bewertungen für dieses Restaurant. Deutsche Gäste (von denen es in Holmes Beach viele gibt) hatten das Restaurant durchweg als sehr gut bewertet. Amerikanische Gäste dagegen bewerteten das Essen als gut und das Personal als „unfreundlich“. Tatsächlich entsprach die Bedienung der, die wir in Deutschland gewöhnt sind – sachlich und höflich. Die Amerikaner scheinen dies jedoch als unfreundlich zu empfinden.

Insgesamt würden wir die Reise – trotz 11-stündiger Fahrt – jederzeit wieder auf uns nehmen. Temperaturen, Strand, Unterkunft und Umgebung waren einfach perfekt und auch die Autofahrt ist deutlich weniger anstrengend als in Deutschland.