Die erste Woche und die ersten Eindrücke

Bisher wohnen wir in einem möblierten Appartment. Das beste daran ist der Pool, der bis 23 Uhr benutzt werden darf. Wir haben Glück, denn der Pool liegt gegenüber von unserer Terrasse. Somit haben wir bzw. die Kinder doch ein wenig das Gefühl, Urlaub zu haben.

An sonnigen Tagen (die es hier meist hat) ist der Pool richtig warm aufgeheizt.Somit können die Kinder stundenlang darin rumtollen ohne auszukühlen.

Genauso neu für uns ist es, aus den kühlen Innenräumen in den Regen hinauszugehen. Draußen ist es dann nämlich viel wärmer und den warmen Regen kann man so richtig genießen. Auch sind alle Kleider gleich wieder getrocknet – also naß zu werden ist hier kein Problem!

Wir haben unser erstes Möbelstück gekauft:  Ein blauer Schaukelstuhl für die Terrasse – natürlich „50% on sale“ sowie ein Bild mit amerikanischem ABC für unseren Schulanfänger… Das erste Wochenende  verbrachten wir hauptsächlich mit dem Möbelkauf. Das komplette Haus muss nun eingerichtet werden. Das ist so auf die Schnelle gar nicht einfach und die Kinder waren mehr als gelangweilt. Schränke (Einbauschränke) und Lampen sind im Haus zum Glück vorhanden. Wir haben uns für weiße Möbel entschieden. Diese zu bekommen war eine wahre Herausforderung. Die Amerikaner lieben es dunkelbraun und plüschig (wie zu Omas bzw. Uromas Zeiten…). Eine weitere Herausforderung ist es, unseren „Jüngsten“ satt zu bekommen. Das heutige Abendessen bestand somit aus Gurken (Crunchy Dills) aus Gundelsheim und Nudelsuppe mit Brühe von Seitenbacher aus Deutschland und Nudeln aus Italien… Hoffentlich finden wir mit der Zeit noch weitere Waren aus der Heimat…  Es ist hier üblich und auch sehr unkompliziert, essen zu gehen.  Die Menüauswahl ist sehr umfangreich, allerdings konzentriert sich das Angebot auf Sandwiches, Burger, Chips, Pommes, Wraps und Fleisch. Und dies alles möglichst weich… Zur großen Freude der Kinder (nicht zu unserer) gibt’s Softdrinks und manchmal auch Eis uneingeschränkt als kostenloser „Refill“. Wir freuen uns auf den Einzug ins eigene Haus. Vielleicht lassen sich dort ein paar altbewährte Rezepte aus Deutschland umsetzten.

Ganz und gar nicht können wir uns mit der Umwelteinstellung der Amerikaner anfreunden: Plastikverpackung ohne Ende und überhaupt keine Mülltrennung. Absolut alles – einschließlich Glasflaschen, wenn man mal welche findet – werden im Normalmüll entsorgt. Aus den Augen aus dem Sinn… Styroporgeschirr und Plastikbesteck ist alltäglich. Wenn man die Ausmaße hier betrachtet, kommt einem unsere Mülltrennung in Deutschland wie „ein Tropfen auf den heißen Stein“ vor… Wir hoffen, dass wir die Kinder wenigstens nach unserer Rückkehr diesbezüglich wieder auf den richtigen Weg bringen können.

Auch noch aufgefallen ist uns, was wir wohl an der deutschen Technik haben. Was Sanitär und Elektrik betrifft, lässt dies hier zu wünschen übrig. Alle Abflüsse des Appartements, welches wir derzeit bewohnen, waren mindestens einmal verstopft (ja alle!!). Die Spülmaschine spült so schlecht, dass das Geschirr von Hand nachgespült werden muss und die Waschmaschine macht die Wäsche buchstäblich kaputt. Wir können hier nicht weiter waschen. Hoffentlich wird dies mit den eigenen Geräten besser. Ansonsten werden dies drei wirklich zähe Jahre….

Noch zum Abschluss etwas positives: Wir ließen den Tag bei Barnes & Noble ausklingen. Dies ist ein Buchladen mit Kaffee. Dort kann man alle Zeitschriften und Bücher während des Aufenthaltes selbst bei Kaffee und Kuchen lesen und keiner weist darauf hin, erst zu kaufen und dann zu lesen… Barnes & Noble ist schon jetzt einer unserer Lieblingsläden hier.