Kaufen, kaufen, kaufen und der Einzug ins neue Heim

Nun sind wir seit drei Wochen hier in Tuscaloosa.  Anfangs war das Einkaufen und Entdecken des Amerikanischen Stils und der Läden ja noch ganz lustig, doch nun habe selbst ich genug. Wir brauchten einfach alles: Staubsauger, Mixer, Putzzeug, Geschirr, alle Möble, Leintücher, Schulausstattung (vor allem Lunchboxen), alle (Grund)Lebensmittel, Teppiche, Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank etc… Lediglich die Deckenlampen, Einbauschränke samt Regale und die Küche waren vorhanden.

Da am Samstag die letzten Möbel geliefert wurden, sind wir nun endlich vom möblierten Appartement ins eigene Haus gezogen. Die Aufteilung des Hauses hat mir ja schon vor 8 Wochen gefallen: Alles auf einer Ebene, 3 Bäder bei 4 Schlafzimmern, überall begehbare Kleiderschränke, Waschraum direkt hinter der Küche und eine Vorratskammer (in diesem Fall auch der „Tornadounterschlupf“ – hoffentlich werden wir darin nicht von den Gurkengläsern aus Gundelsheim erschlagen. Doch bei Tornadowarning trägt man eigentlich die Fahrradhelme… Wir werden Euch wissen lassen, wenn wir mit Radhelmen in der Vorratskammer kauern…). Auch die Doppelgarage mit elektrischem Tor und direktem Zugang zum Haus ist sehr praktisch. So kann man die Einkäufe beinahe direkt ins Haus fahren.

Auf den folgenden Bildern seht Ihr unser Haus von innen. Die Farben der Wände haben wir übernommen. Der beige Stil ist für die Innenräume typisch. Beim „blauen Zimmer“ mit Bad handelt es sich um das Gästezimmer (wird noch eingerichtet). Das Wohnzimmer mit überhoher Decke bezeichnen die Kinder als „Halle“ und die Deckenventilatoren in jedem Zimmer haben die Kinder genauso begeistert wie die Eiswürfelmaschine im Kühlschrank. Diesen haben wir nicht wegen des Eises angeschafft, sondern weil dadurch auch das daraus entnehmbare Trinkwasser gefiltert wird.

„Hahnenwasser“ zu trinken ist hier nicht empfehlenswert. Wie man sieht haben wir bei der Möbelwahl nicht den hier üblichen dunkelbraunen Stil übernommen. Bett und Stühle am Esstisch sind extra hoch, damit man sich beim Aufstehen nicht so bücken muss. Hier gibt es alles extra hoch. Auch für die Waschmaschine hätte ich einen Unterbau bekommen können… Doch allzu sehr darf ich mich an das bequeme Leben hier nicht gewöhnen.

Unser Wohngebiet ist sehr gepflegt uns besteht aus ähnlich aussehenden Häusern, alle so ca. 8 Jahre alt. Unsere Nachbarn, Toni und Martina, haben uns gleich herzlich begrüßt und ihre Hilfe angeboten. Falls man auf der Straße mal auf ein Auto oder auf einen Menschen trifft, grüßen alle herzlich oder halten gar an und stellen sich mit Namen vor. Das ist ganz anders als in Botnang, wo es so manchen Nachbarn gibt, der selbst nach 10 Jahren noch nicht grüßen kann…. Dann doch lieber oberflächlich(?) freundlich als gar nicht.

Ein kleines Problem hatten wir allerdings: ab unserem Einzug war der Kater verschwunden. 2 Tage und 2 Nächte lang. Wir haben das ganze Wohngebiet abgesucht. Schließlich ist er am 3. Abend zur großen Erleichterung aller wieder aufgetaucht.

Was das Leben hier ansonsten betrifft, fühlen sich die Kinder richtig wohl. Jeder Tag besteht nur aus 3 Kleidungsstücken plus „Flip Flops“. Einen „kühlen“ Abend hier hätten wir in Stuttgart als „einen milden Sommerabend“ beschrieben. Kein Wunder, dass so manche Kollegen von Ralph beschlossen haben, für immer hier zu bleiben. Nun, das haben wir allerdings bisher nicht vor.

2 Gedanken zu „Kaufen, kaufen, kaufen und der Einzug ins neue Heim

  1. Hallo Susanne,
    das klingt aber ganz entspannt bei Euch (bis auf den Shopping-Stress) … 🙂 Und Euer neues Domizil sieht ja wirklich schnuckelig aus, total schön! Ich hoffe, Isaac treibt Euch heute nicht in die „Gundelsheimer-Gurken-Gläser-Gefahrenzone“, aber laut den aktuellen News solls wohl nicht ganz so schlimm werden… sag ich jetzt mal hier aus sicherem Abstand in der gemäßigten Klimazone Botnangs.
    Auf jeden Fall wünschen wir Euch noch einen guten Start ins amerikanische Alltags-Leben, viele Grüße auch an Deine 3 Männer und wir sind gespannt auf Neuigkeiten!!!
    Bis bald, viele Grüße, Nicola und Familie

  2. Liebe Susi, lieber Ralph, lieber Valentin, lieber Leander,
    eigentlich schaute ich auf Euren Blog, da wir Isaac nicht genau verfolgt haben. Wie du schreibst Susi, geht es Euch allen gut und Ihr habt den „Einrichtungstrubel“ hinter Euch gelassen. Euer Heim ist schön geworden. Wir freuen uns mit Euch, dass Ihr Euch in den USA so wohl fühlt. Nun wünschen wir weiterhin viel Spaß und Freude – genießt jeden Tag und „the American way of Life“.
    Liebe Grüße Sandra mit Familie
    P.S. Susi, teile mir doch kurz deine Email-Adresse mit, damit ich Dir persönliche Dinge – die nicht in einen Blog gehören – schreiben kann.

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